Einträge über Verkehr (Ältere Einträge, Seite 26)

Seit ungefähr 2015 nehme ich meine Umgebung beim Radfahren nicht mehr als gegeben hin, sondern als etwas, das man politisch und verwaltungsrechtlich verändern kann. Beim Rad-Dialog der Stadt Bonn 2017 habe ich mich kräftig engagiert, die Eingaben verschwanden aber alle in einer Schublade. Das hat mich geärgert, und ich habe mir andere Wege gesucht, Verbesserungen für den Radverkehr zu erwirken.

Inzwischen bin ich Aktiver im Radentscheid Bonn, Mitglied im ADFC und versuche als unabhängiger Bürger die Verwaltungen verschiedener Städte zur Umsetzung geltendem Rechts zu bringen. Darüber hinaus versuche ich ein Bild einer inklusiven Verkehrswende zu gestalten, bei der jede Person frei mobil sein kann und echte Wahlfreiheit des Verkehrsmittels kommen wird.

Die Artikel sind mit Schlagworten nach den Städten und Stadteilen organisiert sortiert, in denen ich aktiv bin. Besonders hilfreich ist auch die Karte mit Artikeln, mit der man Artikel direkt nach geografischem Bezug finden kann.


Unklarer Linker Radweg am Krewelshof

In Lohmar beim Krewelshof habe ich wieder eine Ampel gefunden, an der möglicherweise alte Streuscheiben sind. Mir ist nämlich nicht klar, wie hier die Radverkehrsführung gedacht ist. Man kommt auf dem linken Radweg an, dann ist dort eine Ampel. Die Streuscheibe sagt Fußverkehr, das Blindenleitsystem ist aber ein geteiltes. Das könnte für Radverkehr stehen.

Auch in die andere Richtung über die Landstraße wirkt es nicht besser, gleiches Problem.

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Autofahrt ins Ruhrgebiet

Wir sind ins Ruhrgebiet gefahren, um Familie zu besuchen. Dabei haben wir das Auto genommen, weil eine Person schlecht zu Fuß ist. Damit sind Busse und Bahnen dann leider raus, dort gibt es viele Treppen und Stufen, barrierefrei ist es häufig nicht. Und selbst wenn alle Aufzüge funktionieren, bleibt eine beachtliche Strecke übrig.

Die Strecke über A 59, A 3 und A 2 war mit 99 km berechnet und mit knapp 1:30 Stunden durch Google Maps abgeschätzt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wären es, inklusive Fußwege, ziemlich genau drei Stunden gewesen. Bei der Bahn spricht man von Verspätung und regt sich auf. Mit dem Auto nimmt man irgendwie an, dass es so passt, und wundert sich über Verzögerungen. Oder rechnet einen Puffer ein, aber bei der Bahn nicht.

Gefahren bin ich, weil ich, wenn ich schon im Auto fahre, dann am liebsten selbst fahre. Auf dem Hinweg hatten wir Stau bei Köln-Porz, bei Duisburg, bei Essen. Und immer so die schlimmste Sorte, stop and go. Mit Schaltgetriebe eine ungewohnte Belastung für mein linkes Bein. Auch ist es kognitiv fordernd, weil es zum einen extrem öde ist, jedoch man sich auch konzentrieren muss. Im Stau standen immer wieder Autos aus dem Seitenstreifen, da gab es kleine Auffahrunfälle. Die Leute waren teilweise sehr fahrlässig, standen ohne Warnweste auf dieser Seite der Leitplanke. Einer stand sogar am linken Rand des Standstreifens, während dort der Verkehr wieder mit 80 km/h fuhr. Ab 50 km/h sind die meisten Unfälle tödlich, ich wäre ja hinter die Leitplanke gegangen.

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Drehkreuz an Gehweg

In Sankt Augustin Mülldorf bin ich in der Nähe von B 56 und A 560 (Karte) an einem Drehkreuz an einem Gehweg entlanggekommen. Das sieht total aus der Zeit gefallen aus, und überhaupt nicht barrierefrei.

Man will wohl den Radverkehr raushalten, das ist ja okay. Aber mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl wird das auch nichts. Ich weiß nicht, ob auf der anderen Seite eine Treppe ist, aber das kann es einfach nicht sein.

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Vorladung vor Amtsgericht wegen Falschparker

Am 23.01.2022 stand am Falschparker-Hotspot in Hangelar jemand mit dem Auto auf dem Gehweg. Ich kam dort zu Fuß entlang, vom Gehweg war nur noch ein sehr schmaler Streifen übrig. Im Vorbeigehen habe ich ein Foto gemacht, und später am 24.01.2022 die Anzeige über Weg-Li an die Stadtverwaltung Sankt Augustin geschickt. Am 01.02.2022 hat sich der Sachbearbeiter gemeldet, er hätte die Fahrzeuge verwarnt.

Normalerweise hört man von solchen Dingen dann nichts mehr. Manchmal habe ich zu einem Einspruch dann Stellung nehmen müssen. Das passiert, wenn sich Leute irgendwie herausreden wollen. Meist versuchen sie dann von Parken auf Halten zu kommen, weil das weniger kostet. Diesmal erreichte mich aber am 29.07.2022 ein Brief vom Amtsgericht Siegburg. Früher war ich sehr nervös, wenn ich so offizielle Post bekomme, inzwischen habe ich einen viel entspannteren Blick auf die Vorgänge im Rechtssystem.

Der Brief war eine Ladung, ich sollte als Zeuge vor Gericht erscheinen. Es wurde ein Aktenzeichen genannt, und der Nachname der beschuldigten Person. Ohne Datum und Kennzeichen konnte ich das aber nicht zuordnen. Ich habe also angerufen, man wollte mir am Telefon aber auch nicht zu viel Auskunft erteilen. Nachdem ich es auf zwei Kennzeichen eingegrenzt hatte, konnte man mir aber dann bestätigen, um welches es ging.

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Poller mit fast unsichtbaren Ketten

Auf dem Weg zur Arbeit nach Köln bin ich durch Wesseling-Mitte gekommen. In die Ahrstraße mündet die Waldstraße (siehe Open Street Map. Die Verländerung der Waldstraße ist ein Geh- und Radweg. Von der Waldstraße kommend sieht das so aus:

Damit man von oder zu dem gegenüberliegenden Gehweg kommen kann, müsste man eigentlich zwischen diesen Pollern durch. Jedoch sind zwischen diesen Pollern unscheinbare Ketten gespannt. Habt ihr die auf dem obigen Foto erkennen können?

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Radwegsanierung Siegburger Straße

In Bechlinghoven wird der Radweg entlang der Siegburger Straße saniert. Da waren einige Wurzelaufbrüche, sodass diese Sanierung eine wirkliche Verbesserung darstellt. Eines Tages fing es mit dem abgefrästen Asphalt an:

Da habe ich mich schon auf den fertigen Zustand gefreut, der irgendwann dann kommen müsste.

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Linker Radweg am Ortsausgang Siegburg

In Siegburg schlechte Fahrradinfrastruktur finden ist ungefähr so wie Fische aus einem Fass zu angeln: Viel zu einfach. Und so ist am Ortsausgang von Siegburg-Dreesch nach Lohmar diese wilde Kombination zu finden:

Man hat also einen Schutzstreifen, der endet. Der wird auf einen nutzungspflichtigen gemeinsamen Radweg (Zeichen 240) geführt. Das Zeichen, das dort hängt, ist in der Variante von vor 1992, aber das ist weiterhin gültig. Es hilft allerdings diese Tiefbauperle zu datieren. Dann geht es aber nach links rüber und auf die andere Seite. Aber der Reihe nach.

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Fußverkehr in Utrecht

Durch meine Mitarbeit in der Arbeitsgruppe zu Tiefbaustandards zwischen Radentscheid und Stadt Bonn habe ich inzwischen auch noch einen deutlich besseren Blick für den Fußverkehr und Tiefbau bekommen. Und so ist mir in Utrecht negativ aufgefallen, wie häufig die Gehwege komplett zugestellt sind:

Das ist so für jemanden mit Rollstuhl oder Kinderwagen nicht passierbar. Immerhin ist das im Zentrum, sodass man da auch problemlos auf der Fahrbahn gehen kann. Wirklich toll ist das aber nicht.

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