Einträge über Verkehr

Seit ungefähr 2015 nehme ich meine Umgebung beim Radfahren nicht mehr als gegeben hin, sondern als etwas, das man politisch und verwaltungsrechtlich verändern kann. Beim Rad-Dialog der Stadt Bonn 2017 habe ich mich kräftig engagiert, die Eingaben verschwanden aber alle in einer Schublade. Das hat mich geärgert, und ich habe mir andere Wege gesucht, Verbesserungen für den Radverkehr zu erwirken.

Inzwischen bin ich Aktiver im Radentscheid Bonn, Mitglied im ADFC und versuche als unabhängiger Bürger die Verwaltungen verschiedener Städte zur Umsetzung geltendem Rechts zu bringen. Darüber hinaus versuche ich ein Bild einer inklusiven Verkehrswende zu gestalten, bei der jede Person frei mobil sein kann und echte Wahlfreiheit des Verkehrsmittels kommen wird.

Die Artikel sind mit Schlagworten nach den Städten und Stadteilen organisiert sortiert, in denen ich aktiv bin. Besonders hilfreich ist auch die Karte mit Artikeln, mit der man Artikel direkt nach geografischem Bezug finden kann.


Neue aber unfertige EO97 nach Iraklion

Am letzten Tag unseres Urlaubs in Kreta mussten wir mit dem Mietwagen zurück zum Flughafen fahren, also von Kalamaki nach Iraklio. Naiv, wie man dabei so ist, haben wir Google Maps genommen und uns navigieren lassen. Sah jetzt auch irgendwie ganz ordentlich aus:

Das Problem war dann allerdings, dass die EO 97 dann plötzlich aufgehört hatte. Es ging dort nicht mehr weiter nach Iraklio. Wir hatten nach dem Linksabbiegen hinter Mires schon so ein ungutes Gefühl. Auf den Schildern der Bundesstraße war »Iraklio« mit einem schwarzen Graffiti-X übersprüht.

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Shared Space in Τυμπάκι und Καλαμάκι

Auch im Urlaub schaue ich immer wieder mit der Perspektive von Verkehrsplanung und Tiefbau auf die Umgebung. Und so sieht man in Kalamaki zum Beispiel am Supermarkt deutlich, dass es dort keine Gehwege gibt. Es gibt nur eine große Fahrbahn, es ist effektiv Shared Space.

Die Fußgänger:innen laufen auf der Fahrbahn, und das klappt auch. Irgendwie ist alles so ad-hoc, wie man das ein bisschen auch aus Asien kennt.

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Siegburger Straße – Fahrrad- und Autoperspektive

Die Siegburger Straße, die durch Bechlinghoven und Beuel-Ost führt, fahre ich sehr regelmäßig, es ist meine Hauptroute ins Zentrum. Auf meiner Heatmap kann man sehr schön sehen, wie häufig ich die bisher gefahren bin. Daher kenne ich auch jede Ecke dort mit dem Fahrrad auswendig, auch bestimmte Wurzelaufbrücke und Hubbel.

Nun sind wir an einem Tag mit 35 °C diese Strecke ausnahmsweise mit dem Auto gefahren. Und wir waren schockiert, wie komfortabel diese Strecke mit dem Auto zu fahren ist. Ich hatte schon einmal über den Radweg an der Siegburger Straße geschrieben, allerdings nur über ein Teilstück, und nur aus der Fahrradperspektive. In diesem Artikel vergleiche ich die Strecke für Fahrrad und Auto.

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Indirektes Abbiegen am Belderberg

Die B 9 Belderberg wurde zwischen dem Koblenzer Tor und dem Bertha-von-Suttner-Platz neu gestaltet. Für den Radverkehr wurde in eine Richtung ein breiter Radstreifen angelegt, das ist schon einmal cool. Durch die Umleitung des Kraftverkehrs durch die Rheingasse gibt es kein Linksabbiegen in den Boeselagerhof mehr. Das bedeutet, das man aktuell schon eine Kreuzung früher links abbiegen muss, also auf den B 9 Belderberg. Da soll man aber indirekt links abbiegen:

Dazu gibt es auf der anderen Seite eine Aufstellfläche, die aber nicht so wirklich angemessen wirkt.

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Schmaler Zweirichtungsradweg in Fischenich

Durch Hürth-Fischenich verläuft die L 182 Bonnstraße, die einen nutzungspflichtigen Radweg auf der westlichen Seite für beide Richtungen hat. Im südlichen Teil ist das auch noch in Ordnung, aber zwischen Schmittenstraße und Gennerstraße ist es katastrophal schmal. Man sieht das hier direkt hinter der Kreuzung Sehmittenstraße. Dort verschwenkt es, um Platz für parkende Autos zu schaffen.

Der Radweg ist an dieser Stelle allerdings nur noch 150 cm breit. Das ist für zwei Richtungen deutlich zu eng. Selbst für eine Richtung finde ich das schon sehr knapp. Insbesondere ragen die Seitenspiegel der geparkten Autos noch in den Radweg hinein, einige parken sogar leicht auf dem Radweg. Wenn man jetzt noch den Türbereich freihalten möchte, um nicht erwischt zu werden (Dooring), so kann man den Radweg effektiv nicht nutzen.

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Unklarer Linker Radweg am Krewelshof

In Lohmar beim Krewelshof habe ich wieder eine Ampel gefunden, an der möglicherweise alte Streuscheiben sind. Mir ist nämlich nicht klar, wie hier die Radverkehrsführung gedacht ist. Man kommt auf dem linken Radweg an, dann ist dort eine Ampel. Die Streuscheibe sagt Fußverkehr, das Blindenleitsystem ist aber ein geteiltes. Das könnte für Radverkehr stehen.

Auch in die andere Richtung über die Landstraße wirkt es nicht besser, gleiches Problem.

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Autofahrt ins Ruhrgebiet

Wir sind ins Ruhrgebiet gefahren, um Familie zu besuchen. Dabei haben wir das Auto genommen, weil eine Person schlecht zu Fuß ist. Damit sind Busse und Bahnen dann leider raus, dort gibt es viele Treppen und Stufen, barrierefrei ist es häufig nicht. Und selbst wenn alle Aufzüge funktionieren, bleibt eine beachtliche Strecke übrig.

Die Strecke über A 59, A 3 und A 2 war mit 99 km berechnet und mit knapp 1:30 Stunden durch Google Maps abgeschätzt. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wären es, inklusive Fußwege, ziemlich genau drei Stunden gewesen. Bei der Bahn spricht man von Verspätung und regt sich auf. Mit dem Auto nimmt man irgendwie an, dass es so passt, und wundert sich über Verzögerungen. Oder rechnet einen Puffer ein, aber bei der Bahn nicht.

Gefahren bin ich, weil ich, wenn ich schon im Auto fahre, dann am liebsten selbst fahre. Auf dem Hinweg hatten wir Stau bei Köln-Porz, bei Duisburg, bei Essen. Und immer so die schlimmste Sorte, stop and go. Mit Schaltgetriebe eine ungewohnte Belastung für mein linkes Bein. Auch ist es kognitiv fordernd, weil es zum einen extrem öde ist, jedoch man sich auch konzentrieren muss. Im Stau standen immer wieder Autos aus dem Seitenstreifen, da gab es kleine Auffahrunfälle. Die Leute waren teilweise sehr fahrlässig, standen ohne Warnweste auf dieser Seite der Leitplanke. Einer stand sogar am linken Rand des Standstreifens, während dort der Verkehr wieder mit 80 km/h fuhr. Ab 50 km/h sind die meisten Unfälle tödlich, ich wäre ja hinter die Leitplanke gegangen.

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Drehkreuz an Gehweg

In Sankt Augustin Mülldorf bin ich in der Nähe von B 56 und A 560 (Karte) an einem Drehkreuz an einem Gehweg entlanggekommen. Das sieht total aus der Zeit gefallen aus, und überhaupt nicht barrierefrei.

Man will wohl den Radverkehr raushalten, das ist ja okay. Aber mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl wird das auch nichts. Ich weiß nicht, ob auf der anderen Seite eine Treppe ist, aber das kann es einfach nicht sein.

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Vorladung vor Amtsgericht wegen Falschparker

Am 23.01.2022 stand am Falschparker-Hotspot in Hangelar jemand mit dem Auto auf dem Gehweg. Ich kam dort zu Fuß entlang, vom Gehweg war nur noch ein sehr schmaler Streifen übrig. Im Vorbeigehen habe ich ein Foto gemacht, und später am 24.01.2022 die Anzeige über Weg-Li an die Stadtverwaltung Sankt Augustin geschickt. Am 01.02.2022 hat sich der Sachbearbeiter gemeldet, er hätte die Fahrzeuge verwarnt.

Normalerweise hört man von solchen Dingen dann nichts mehr. Manchmal habe ich zu einem Einspruch dann Stellung nehmen müssen. Das passiert, wenn sich Leute irgendwie herausreden wollen. Meist versuchen sie dann von Parken auf Halten zu kommen, weil das weniger kostet. Diesmal erreichte mich aber am 29.07.2022 ein Brief vom Amtsgericht Siegburg. Früher war ich sehr nervös, wenn ich so offizielle Post bekomme, inzwischen habe ich einen viel entspannteren Blick auf die Vorgänge im Rechtssystem.

Der Brief war eine Ladung, ich sollte als Zeuge vor Gericht erscheinen. Es wurde ein Aktenzeichen genannt, und der Nachname der beschuldigten Person. Ohne Datum und Kennzeichen konnte ich das aber nicht zuordnen. Ich habe also angerufen, man wollte mir am Telefon aber auch nicht zu viel Auskunft erteilen. Nachdem ich es auf zwei Kennzeichen eingegrenzt hatte, konnte man mir aber dann bestätigen, um welches es ging.

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