Einträge über Diverses

In diese Kategorie kommen alle Einträge, die nicht so recht in die anderen Kategorien passen wollen.


Neue Verpackung und kein Vorteil

Manchmal verändern Hersteller die Verpackung von einem Produkt, ohne das restliche Produkt zu verändern. So ist das bei den Ohrstöpseln, die ich nutze, um trotz Autoverkehr schlafen zu können. Die sind wiederverwendbar und werden mit einem kleinen Röhrchen in den Gehörgang eingeführt. In der alten grünen Verpackung war immer eine Box dabei, in die beide Stöpsel und das Röhrchen gut reinpassen. Die Box war außerdem schön kompakt.

Die neue rote Verpackung wird explizit als "Reiseetuis" angepriesen. Aber es hat keine Innere Struktur mehr, und ist größer. Man bekommt die Stöpsel und Röhrchen dort rein, aber so wirklich überzeugend ist es nicht.

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Vegane Ersatzprodukte zu realistisch

Seit ungefähr 2021 esse ich kein Fleisch mehr, es schmeckte mir einfach nicht mehr. Zum einen wegen der Konsistenz, insbesondere Knorpel und Sehnen. Aber auch bei Wurst oder Hamburger ist mir der Geschmack einfach vergangen. Die ökologischen Vorteile einer fleischlosen Ernährung habe ich gerne mitgekommen, waren aber gar nicht der eigentliche Grund.

Anfangs habe ich nur das Fleisch weggelassen und Beilagen gegessen, dann lernte ich Gerichte zu schätzen, die ohne Fleisch auskommen. Und mit der Zeit kamen dann Ersatzprodukte hinzu, die ich vielleicht als erste Welle bezeichnen würde: Grünkernbratlinge, Tofu, Sonnenblumkern-Brotaufstrich, Gemüsestäbchen (analog Fischstäbchen). Da bin ich auf den Geschmack gekommen. Dann kam noch die zweite Welle dazu. Dazu zähle ich jene Produkte, die versuchen den Geschmack nachzubilden, es aber nicht schaffen. Aldi hat zum Beispiel vegane »Grillsteaks«. Die schmecken nicht wirklich nach Fleisch, bieten aber ein angenehmes Mundgefühl.

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Laptopversand nach Israel

Bei Verkäufen auf ebay habe ich echt kein glückliches Händchen. Beim letzten Laptopverkauf hatte ein Spaßbieter ersteigert, und die restlichen Bieter wollten das Teil dann nicht haben. Irgendwann hat es einer für deutlich weniger noch genommen. Bei einer versteigerten Hose hatte ich selbst ehrlich gemessen und Maße angegeben, die waren aber angeblich fehlerhaft. Der Hersteller schrieb auch anderes. Also zurück und nochmal neu.

Die neuste Episode ist mit einem anderen Laptop. Dort hatte jemand aus Israel gefragt, was der Versand kosten würde. Ich habe 38 EUR gefunden, und das so kommuniziert. Die Person hat das Laptop dann ersteigert. Ich musste über ebay dann »Rechnung senden« auswählen, um andere Versandkosten zu berechnen. Hat dan auch geklappt. Nur mit dem Versand klappte es nicht, das Paket kam zurück:

Tja, man kann als Privatperson einfach keine Dinge mit Lithium-Ionen-Akkus ins Ausland versenden. DHL hat das aus den Zollpapieren gefolgert und daher den Versand abgebrochen.

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Revision von Theorien – Bezug zu Geschlechtern

Ich bin Naturwissenschaftler. Und die Aufgabe der Naturwissenschaft ist für mich die Beschreibung der Natur mit Modellen, deren Vorhersagen möglichst genau zur Realität passen. Dadurch werden diese Modelle nützlich. Da kein Modell perfekt ist, sind immer wieder Anpassungen oder komplette Revisionen nötig.

Nehmen wir Wettervorhersage. Ein einfaches Modell wäre anzunehmen, dass es jeden Tag regnet. Man muss nicht lange beobachten, bis man hinreichend viele Fälle gefunden hat, die das Modell widerlegen. Als natürlichen nächsten Schritt sucht man ein besseres Modell. Man könnte eines nehmen, dass immer das Wetter vom Vortag nimmt. Das stimmt schon viel häufiger, ist aber auch ziemlich limitiert. Dies entwickelt man immer weiter, bis man so komplexe Modelle hat, dass es Simulationen auf Großrechnern braucht, um Vorhersagen zu treffen.

Modelle werden dabei immer komplexer. Nimmt man die Bewegungslehre von Galilei, können Körper auf unendliche Geschwindigkeiten gebracht werden. Das war, zusammen mit der Gravitationstheorie von Newton, ein hinreichend detailliertes Modell, um die Bahnen der Planeten vorherzusagen. Es gab einige Anhaltspunkte für Lücken, zum Beispiel die Periheldrehung des Merkurs, die mit dieser Theorie nicht komplett zu erklären ist. Erst die allgemeine Relativitätstheorie von Einstein könnte diese Drehung komplett erklären.

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Teiler im Besteckkasten nachgerüstet

In der Küche haben wir einen Besteckkasten, der wunderbar in die Schublade passt. Eines der Fächer ist allerdings ziemlich groß, und dafür haben wir keinen Bedarf. Wir bräuchten eher zwei kleine Fächer für die kleinen Gabeln und Löffel. Weil es aber nur ein Fach gibt, waren die bisher notdürftig mit dem Flaschenöffner getrennt:

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Kreditkartenwechsel

Man soll seine Kreditkarte regelmäßig wechseln, habe ich mal irgendwo gelesen. Und da ist auch was dran, schließlich verändert sich der Markt da ständig, und die alten Karten bekommen keine Aktualisierung der Bedingungen.

Und so habe ich die Karte von Barclays schon seit grob 2017. Als ich noch Student war, wollten sie mir keine Kreditkarte geben, da hatte ich ja kein festes Einkommen. Die Karte von Barclays war damals sehr attraktiv, sie hatte keine Gebühren für Bezahlen in EUR und auch keine für das Abheben von Bargeld. Man konnte auch einstellen, dass der komplette Betrag abgebucht werden soll (revolving card) und nicht nur langsam bei hohen Zinsen getilgt werden soll (charge card).

In einer neueren Version der Karte haben sie dann die revolving Option abgestellt, man musste immer per Hand ausgleichen. Daher war die dann nicht mehr attraktiv. Jetzt haben sie das wohl wieder verbessert, weil der Druck im Markt da ist. Ärgerlich sind allerdings die Kosten für das Zahlen in Fremdwährung, da zahle ich gut 2 % des Umsatzes. Und inzwischen ist das unnötig, weil es Karten gibt, bei denen das nicht der Fall ist.

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Rockschutz Selbstgebaut

Wir haben ein Fahrrad von Kalkhoff, und anscheinend war bei der Entwicklung dieses Fahrrades keine Person involviert, die Kleider trägt. Die Hinterradbremse ist, wie bei Felgenbremsen üblich, an der Strebe zwischen Sattel und Hinterradnabe angebracht. Dummerweise kann ein weiter Rock dort gegen den Reifen kommen und wird dann vom Laufrad in die Bremse gedrückt. Diese verheddert sich, es gibt schwarze Streifen auf dem Rock und im schlimmsten Fall stürzt man. Für Hollandräder gibt es spezielle Seitenpanele, die man dort einhängen kann. Jedoch haben die nur eine Aussparung für ein Schloss, nicht für eine Bremse. Kalkhoff hat da nichts im Sortiment. Man ist dann also aufgeschmissen.

Ich habe dann einfach im Baumarkt Gummischnur gekauft und versucht ein Netz damit zu spannen. Nicht wirklich schön, tarnt sich aber hinreichend.

Und seit dem hing auch kein Rock mehr in der Bremse. Warum Kalkhoff kein derartiges Zubehör in einer Produktreihe anbietet, die mit tiefem Einstieg explizit Frauen mit Röcken als Zielgruppe hat, ist mir schleierhaft.

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Ich verstehe die FDP nicht

Ich verstehe die FDP in letzter Zeit nicht mehr. Ich versuche es immer wieder einmal, aber es gelingt mir nicht. Aktuell lese ich ein Buch zu Makroökonomie1, weil mir das bisher noch fehlte. Da man im Gegensatz zur Physik nicht einfach unabhängige und wiederholbare Experimente durchführen kann, muss man deutlich mehr Annahmen in eine Theorie stecken, die sich nicht falsifizieren lassen. Das stört mich fundamental, aber ist wohl einfach so. Und in dem Gebiet gibt es anscheinend zwei große Lager: Keynes-Anhänger und das klassische Lager. Die Theorien werden immer wieder verfeinert und haben dann leicht andere Annahmen, aber zwei Richtungen kann ich identifizieren.

Bei den Keynes-Modellen werden Schwankungen in den Investments privater Firmen als Hauptursache für Fluktuationen in der Wirtschaft gesehen. Sind aufgrund irgendwelcher Unsicherheiten die Aussichten schlecht, investieren Unternehmen weniger. Dadurch stagniert das BIP, die Menschen haben weniger Geld. Dies soll durch staatliche Eingriffe kompensiert werden. Der Staat kann mehr Geld ausgeben oder Steuern senken. Auch kann die Zentralbank mehr Geld zur Verfügung stellen. Je nach Zustand der Wirtschaft sind unterschiedliche Instrumente effektiver als andere. Die Politik soll jedenfalls eingreifen.

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Positives Twitter

Seit ungefähr zwei Jahren bin ich wieder auf Twitter. Inzwischen habe ich über 1000 Follower, da ist einiges passiert. Mit der Zeit lernt man einige Muster kennen, sodass es sich teilweise eher eintönig anfühlt.

Twitter, und andere soziale Netzwerke, ermuntern die Nutzer:innen sich mit Personen zu umgeben, die ähnliche Ansichten haben. Dadurch ist kann umgeben von einer Art Echokammer, die die Person in ihren Ansichten bestärkt. Das ist nicht verwunderlich, wir Menschen haben alle ein Bedürfnis nach Geselligkeit, verstanden werden, Zugehörigkeit. Auf Twitter manifestiert sich dann dann darin, dass man Personen folgt, die ähnliche Inhalte verbreiten. So sieht man Inhalte, die einem gefallen, man fühlt sich wohl, tauscht sich mit Gleichgesinnten aus.

Das wäre eine schöne und heile Welt, wären da nicht die ganz anderen Leute und der Twitter-Algorithmus. Twitter ist eine Firma, die Werbeplätze verkauft, also die Aufmerksamkeit der Nutzer. Je mehr davon eingesammelt wird, desto mehr Umsatz macht Twitter. Der Algorithmus lernt die gezeigten Inhalte so zu steuern, sodass die Leute möglichst viel Zeit auf Twitter verbringen. Eine sehr erfolgreiche Strategie ist das Einmischen von Beiträgen aus »verfeindeten« Bubbles. In meinem Fall würde ich zum Beispiel Tweets bekommen wie »Radfahrer halten sich nie an Regeln« oder »Berlin muss autofrei werden«. Das soll mich dann »triggern«, sodass ich eine Diskussion mit denen anfange.

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Kostenloser Versand

In vielen Online-Shops bekommt man inzwischen den Versand gratis. Das ist auch scheinbar toll, man spart als Kunde Geld. Aber die Händler:innen verzichten natürlich nicht freiwillig auf Einkommen. Es ist am Ende eine Mischkalkulation. Im Verkaufspreis ist eine Marge enthalten, mit der die Kosten für Gehalt, Lagerhaltung, Rücklagen und Abschreibungen finanziert werden. Der Versand kommt noch dazu, unabhängig vom Bestellwert.

Große Versender zahlen pro Paket nicht mehr so viel, wie ich als Privatkunde für ein einzelnes Paket bezahlen muss. Daher können sie das ganz anders kalkulieren. Ab einem gewissen Bestellwert sind die Versandkosten relativ so gering, dass der Händler auf die Erhebung verzichten kann. Dies wird gleichzeitig genutzt, um Kunden zu größeren Umsätzen zu verleiten.

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