Einträge über Diverses

In diese Kategorie kommen alle Einträge, die nicht so recht in die anderen Kategorien passen wollen.


Ich verstehe die FDP nicht

Ich verstehe die FDP in letzter Zeit nicht mehr. Ich versuche es immer wieder einmal, aber es gelingt mir nicht. Aktuell lese ich ein Buch zu Makroökonomie1, weil mir das bisher noch fehlte. Da man im Gegensatz zur Physik nicht einfach unabhängige und wiederholbare Experimente durchführen kann, muss man deutlich mehr Annahmen in eine Theorie stecken, die sich nicht falsifizieren lassen. Das stört mich fundamental, aber ist wohl einfach so. Und in dem Gebiet gibt es anscheinend zwei große Lager: Keynes-Anhänger und das klassische Lager. Die Theorien werden immer wieder verfeinert und haben dann leicht andere Annahmen, aber zwei Richtungen kann ich identifizieren.

Bei den Keynes-Modellen werden Schwankungen in den Investments privater Firmen als Hauptursache für Fluktuationen in der Wirtschaft gesehen. Sind aufgrund irgendwelcher Unsicherheiten die Aussichten schlecht, investieren Unternehmen weniger. Dadurch stagniert das BIP, die Menschen haben weniger Geld. Dies soll durch staatliche Eingriffe kompensiert werden. Der Staat kann mehr Geld ausgeben oder Steuern senken. Auch kann die Zentralbank mehr Geld zur Verfügung stellen. Je nach Zustand der Wirtschaft sind unterschiedliche Instrumente effektiver als andere. Die Politik soll jedenfalls eingreifen.

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Positives Twitter

Seit ungefähr zwei Jahren bin ich wieder auf Twitter. Inzwischen habe ich über 1000 Follower, da ist einiges passiert. Mit der Zeit lernt man einige Muster kennen, sodass es sich teilweise eher eintönig anfühlt.

Twitter, und andere soziale Netzwerke, ermuntern die Nutzer:innen sich mit Personen zu umgeben, die ähnliche Ansichten haben. Dadurch ist kann umgeben von einer Art Echokammer, die die Person in ihren Ansichten bestärkt. Das ist nicht verwunderlich, wir Menschen haben alle ein Bedürfnis nach Geselligkeit, verstanden werden, Zugehörigkeit. Auf Twitter manifestiert sich dann dann darin, dass man Personen folgt, die ähnliche Inhalte verbreiten. So sieht man Inhalte, die einem gefallen, man fühlt sich wohl, tauscht sich mit Gleichgesinnten aus.

Das wäre eine schöne und heile Welt, wären da nicht die ganz anderen Leute und der Twitter-Algorithmus. Twitter ist eine Firma, die Werbeplätze verkauft, also die Aufmerksamkeit der Nutzer. Je mehr davon eingesammelt wird, desto mehr Umsatz macht Twitter. Der Algorithmus lernt die gezeigten Inhalte so zu steuern, sodass die Leute möglichst viel Zeit auf Twitter verbringen. Eine sehr erfolgreiche Strategie ist das Einmischen von Beiträgen aus »verfeindeten« Bubbles. In meinem Fall würde ich zum Beispiel Tweets bekommen wie »Radfahrer halten sich nie an Regeln« oder »Berlin muss autofrei werden«. Das soll mich dann »triggern«, sodass ich eine Diskussion mit denen anfange.

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Kostenloser Versand

In vielen Online-Shops bekommt man inzwischen den Versand gratis. Das ist auch scheinbar toll, man spart als Kunde Geld. Aber die Händler:innen verzichten natürlich nicht freiwillig auf Einkommen. Es ist am Ende eine Mischkalkulation. Im Verkaufspreis ist eine Marge enthalten, mit der die Kosten für Gehalt, Lagerhaltung, Rücklagen und Abschreibungen finanziert werden. Der Versand kommt noch dazu, unabhängig vom Bestellwert.

Große Versender zahlen pro Paket nicht mehr so viel, wie ich als Privatkunde für ein einzelnes Paket bezahlen muss. Daher können sie das ganz anders kalkulieren. Ab einem gewissen Bestellwert sind die Versandkosten relativ so gering, dass der Händler auf die Erhebung verzichten kann. Dies wird gleichzeitig genutzt, um Kunden zu größeren Umsätzen zu verleiten.

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Hosenständer Selbstgebaut

Für das Schlafzimmer wollte ich noch einen »Stummen Diener« haben, etwas, an den man die getragene Kleidung aufhängen kann. Die meisten, die man fertig kaufen kann, sind allerdings eher sperrig. Ich habe eine bestimmte Lücke, in die das sollte. Und so klein werden die nicht gebaut. Am nächsten dran wäre ein Handtuchhalter, aber das sieht dann so nach Badezimmer auf. Von Ikea gibt es das Komplement, ein Hosenhalter zum Einbauen in einen Schrank. Das sieht schick aus, jedoch wollte ich es freistehend haben.

Handwerk ist zwar nicht meine Stärke, aber gerade deshalb kann man es ja in der Freizeit ausprobieren. Ich habe also das Projekt »Komplement mit Beinen« angefangen und mir grob überlegt, was ich haben wollte. Und das Ergebnis gefällt mir auch ganz gut:

In diesem Beitrag wollte ich teilen, wie ich es gebaut habe.

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Versicherung für Kernkraftwerke

Jetzt, da die Kernkraft als nachhaltig eingestuft ist, möchte ich mein neustes Betrugs- Geschäftsmodell vorstellen. Und zwar geht es darum mich zu bereichern Kernkraftwerke zu versichern! Da habe ich einen ganz innovativen Ansatz.

Investoren werden aktuell quasi erdrückt von dem Geld, das sie anlegen sollen. Das muss irgendwo hin. Nachdem jetzt schon nicht die Autobahnen privatisiert worden sind, sind neue Kernkraftwerke eine gute Option. Aber die müssten eigentlich versichert werden, schließlich haben wir in Deutschland ja die Vollkaskomentalität. Und wir sind eines der wenigen Länder ohne Tempolimit. Das Motto könnte sein: Lebe wild und gefährlich, denn alle Risiken sind versichert. Und so wird meine innovative Kernkraftwerksversicherung auch die Sorgen der Bevölkerung nehmen können.

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Verzweifelte Recruiter

Ich habe je ein Profil auf LinkedIn und Xing. Das war hilfreich um meinen ersten Job zu finden. Die Profile habe ich weiterhin, allerdings aktuell auf »nicht auf Suche« gestellt. Meine Profile enthalten meine aktuelle Beschäftigung, mein Studium und noch eine Liste an Schwerpunkten wie C++, Python, Datenanalyse und Hochleistungsrechnen. In jedem Fall nicht dabei ist Java, Web-Entwicklung oder Computeradministration als Kernfähigkeit. Ich habe diese Dinge zwar irgendwann einmal gemacht, aber nur an der Oberfläche gekratzt.

Das hält aber Recruiter nicht davon ab, mich zu diesen Bereichen anzuschreiben. In manchen Nachrichten spürt man die Verzweifelung, einen Kandidaten zu finden. Es gibt einmal die angestellten Recruiter, die für eine Firma Kandidaten suchen. Und dann gibt es die freien Recruiter, die gegen eine Erfolgsprovision Kandidaten an Firmen vermitteln. Die Provisionen sind in der Regel mehrere Tausend EUR, von daher lohnt sich jeder Erfolg deutlich. Um auf ein normales Gehalt zu kommen, müssen sie wahrscheinlich zwei bis fünf Kandidaten pro Monat vermitteln. Und da natürlich nur wenige überhaupt Interesse haben, nur wenige wirklich von den Firmen eingeladen werden, und wieder ein Bruchteil davon wirklich eine Anstellung bekommt, müssen sie ihr Netz sehr weit auswerfen. Das ist dann teilweise schon absurd, was ich an Zuschriften bekomme.

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Stimmung während der Pandemie

Als Ende 2019 die ersten Fälle von COVID19 in den Nachrichten erschienen sind, schien das alles noch ganz weit weg. Ich hatte es so wie die Vogel- und Schweinegrippe wahrgenommen: So eine Pandemie, aber irgendwie wird die auch nicht so richtig in Deutschland ankommen. Und falls doch, dann wird das nur eine Erkältung und nicht wirklich kritisch.

Dann kam es nach Deutschland, und hielt es genauso wie die ersten Fälle von Vogel- und Schweinegrippe damals. Etwas, das herumgeht, aber nicht zu einer großen Sache wird. Schon gar nicht dachte ich daran, dass es den Alltag irgendwie einschränken würde.

Im März 2020 wurden wir dann alle nach Hause geschickt, und sollten von zuhause arbeiten. Es schien ernst zu werden.

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Neue Tag-Seite

Meine Blogartikel habe immer wieder mit Schlagworten versehen, dabei habe ich versucht es möglichst nützlich zu machen. Die Städte und Ortsteile, oder verwendeten Programmiersprachen sind da besonders praktisch. Aber irgendwann ist unklar, ob ein Tag mit nur einem Artikel hilfreich ist.

Vor allem aber hat Nikola da eine unübersichtliche Tag-Seite erzeugt:

Man kann es schwer lesen, weil der Kontrast so gering ist. Dann sind auch noch alle Tags direkt hintereinander, wobei sie eigentlich in gewisse Gruppe zerfallen. Vielleicht ist das für deutlich weniger Tags gedacht?

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Der Theoretiker und der Wandspiegel

»Theoretiker können sich an einer scharfen Abbildung schneiden«, sagt man über Physiker, die nicht im Experiment arbeiten. Damit sind Leute wie ich gemeint, die zwar begeistert über obskure Anwendungen höherer Mathematik dozieren können, aber keinen Nagel gerade in eine Wand hämmern können. Gut, es ist nicht ganz so schlimm, aber man merkt schon die mangelnde Erfahrung mit sowas. Vielleicht ist es auch eher eine Geschichte über mangelndes Werkzeug und Material.

Jedenfalls wollten wir einen Spiegel im Flur aufhängen. Das ist eigentlich nicht so schwer: Man bohrt ein Loch, steckt einen Dübel rein, schreibt eine Schraube rein, hängt den Spiegel daran auf. Das Problem sind die Details. So muss man erstmal Schrauben haben, dann passende Dübel und zuletzt noch einen passenden Bohrer für Wand und Schraube.

Ich hatte mir, in einem Anflug von Naivität, einfach nur ein Modell Dübel bestellt. Das waren Fischer UX 8×50, also für ein Bohrloch mit 8 mm Durchmesser und Schraubenlänge über 56 mm gekauft. Dazu soll man Schrauben mit 4,5 bis 6 mm Durchmesser nehmen. Davon hatte ich auch versucht einen Eimer zu bestellen. Für meinen Bohrhammer hatte ich auch einen Bohrer mit 8 mm. Damit hätte ich Universaldübel und Universalschrauben, könnte also alles aufhängen.

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