Einträge über Verkehr (Ältere Einträge, Seite 25)

Seit ungefähr 2015 nehme ich meine Umgebung beim Radfahren nicht mehr als gegeben hin, sondern als etwas, das man politisch und verwaltungsrechtlich verändern kann. Beim Rad-Dialog der Stadt Bonn 2017 habe ich mich kräftig engagiert, die Eingaben verschwanden aber alle in einer Schublade. Das hat mich geärgert, und ich habe mir andere Wege gesucht, Verbesserungen für den Radverkehr zu erwirken.

Inzwischen bin ich Aktiver im Radentscheid Bonn, Mitglied im ADFC und versuche als unabhängiger Bürger die Verwaltungen verschiedener Städte zur Umsetzung geltendem Rechts zu bringen. Darüber hinaus versuche ich ein Bild einer inklusiven Verkehrswende zu gestalten, bei der jede Person frei mobil sein kann und echte Wahlfreiheit des Verkehrsmittels kommen wird.

Die Artikel sind mit Schlagworten nach den Städten und Stadteilen organisiert sortiert, in denen ich aktiv bin. Besonders hilfreich ist auch die Karte mit Artikeln, mit der man Artikel direkt nach geografischem Bezug finden kann.


Fazit Fahrradkamera

Manchmal fahre ich mit einer Kamera am Fahrrad, um Material für Blogartikel zu sammeln oder besonders schöne Abfahrten aufzunehmen. Da immer wieder auch brenzlige Situationen im Straßenverkehr auftreten, während die Kamera läuft, konnte ich diese anzeigen. Dazu möchte einmal ein Fazit ziehen.

Inzwischen kann auch einige Fälle zurückschauen. Der heftigste war der Fall mit Abdrängen nach Überholen. Das ging über die Polizei an die Staatsanwaltschaft. Es kam eine Gegenanzeige, für deren Abwehr ich ungefähr 800 EUR aufgewandt habe. Im Ergebnis wurde alles eingestellt. Falls nun noch so etwas passieren sollte, wird nicht mehr eingestellt. Ein schwacher Trost.

Es gab einen Fall in Remagen in der Fußgängerzone. Ich habe mein Fahrrad geschoben, und dann fuhr jemand mit Auto durch die Menschenmenge, das war echt unangenehm. Die Polizei Remagen schien irgendwie nicht darauf zu kommen, dass man das Video online verschicken könnte. Die wollten wirklich mit einem Streifenwagen aus Rheinland-Pfalz zu mir kommen, um einen USB-Stick abzuholen. Ich habe es dann hochgeladen und ihnen die Link an die E-Mail-Adresse der Wache geschickt.

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Fahrradparkhaus Utrecht Centraal

Nach der Bahnfahrt nach Utrecht habe ich mir das Fahrradparkhaus am Bahnhof einmal genauer angeschaut. Mit 12.500 Stellplätzen ist es auch das größte Fahrradparkhaus der Welt.1 Und es ist natürlich nicht das einzige Fahrradparkhaus in Utrecht.

Kommt man vom Moreelsehoek, dann sieht man die Einfahrt auf Radschnellwegniveau:

Schaut man von oben, sieht man die Einfahrt noch einmal genauer.

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Lieber öfter Klingeln

In letzter Zeit hatte ich immer wieder Variationen von der gleichen Situation: Ich fuhr mit dem Fahrrad auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg. Auf diesem Weg ging eine Person mit Hund an der Leine, aber komplett auf der rechten Hälfte. Ich habe mit angemessener Geschwindigkeit zum Überholen angesetzt. Als ich fast auf gleicher Höhe war, zog der Hund plötzlich nach links rüber. Ich musste ausweichen oder komplett stehenbleiben.

In zwei Fällen wurde ich dann von der Person angepampt, dass ich doch klingeln sollte. Ich habe dann über die Wut im Schreck hinweggesehen und ein ruhiges Gespräch gesucht. Ich hatte nämlich schon mit Motivation auf das Klingeln verzichtet: Wenn man klingelt, obwohl Platz ist, regen sich andere Leute darüber auf. Auch schrecken sie häufig zusammen und wechseln teilweise kopflos die Seite des Weges, was die ganze Situation schlimmer macht. Um das zu vermeiden, fahre ich einfach angemessen vorbei.

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Radweg ist leider aus

In Unkel entlang der L 252 gibt es einen Radweg. Und irgendwann knickt der so nach rechts ab. Das wird gerne gemacht, damit man dem Radweg die Vorfahrt nehmen kann. Zwar entfällt dann die Nutzungspflicht in dem Teil, aber wie will man sich dann auf die Fahrbahn beamen? Und den Radweg dann überhaupt nicht nutzen ist auch nicht so toll.

Um die Ecke findet man dann das obligatorische Zeichen 205 (Vorfahrt achten), mit dem der Radverkehr dann ausgebremst wird.

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Hochhaussiedlung in Meschenich

In Köln-Meschenich gibt es eine ziemlich große Hochhaussiedlung. Das größte Gebäude hat vielleicht 25 Stockwerke, und auf jeder vielleicht 9 bis 20 Wohneinheiten. Dann gibt es noch kleinere Häuser, die über weniger Wohneinheiten verfügen.

Ich finde diesen Ort faszinierend, und zwar auf eine komplexe Weise. Damit bin ich anscheinend nicht alleine, die Hochhaussiedlung hat sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel. In dem Artikel finden wir die korrekten Zahlen: 1.318 Wohneinheiten und ungefähr 4.100 Bewohner:innen. Würde man die Wohneinheiten in Einfamilienhäuser mit je 500 m² Grundstück anlegen, dann wäre man (ohne Zufahrtsstraßen) bei 0,659 km² Fläche. Das entspricht einer Dichte von 6200 Einwohner/km². Durch die Zufahrtsstraßen kann man wahrscheinlich nochmal 30 % abziehen, und ist dann so bei vielleicht 4000 Einwohner/km². Das ganze Areal dort hat aber großzügig gemessen nur 200 m × 300 m, also 0.06 km². Das macht eine Bevölkerungsdichte von 68000 Einwohner/km², über eine ganze Größenordnung mehr.

Dichte kann großartig sein. Denn wo viele Menschen wohnen, können sich Geschäfte halten. In einer dünn besiedelten Region lohnt sich kein Bäcker. In Fußreichweite sind zu wenige Kund:innen. Die Leute müssten lange Strecken zurücklegen, und setzen sich dann ins Auto. Und wenn sie schon einmal im Auto sitzen, dann legen sie noch größere Strecken zurück. Manchmal kann ich sein ein Bäcker halten, aber andere Gewerbearten haben nicht genug Kundschaft. Auch so etwas wie ein Kindergarten lohnt sich erst, wenn hinreichend viele Kinder im Einzugsgebiet leben. In der Innenstadt ist die Dichte höher, und so kann sich ein differenzierteres Angebot halten.

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Halbierte Umlaufsperre in Geislar

Wenn man über den Feldweg von Vilich-Müldorf nach Geislar kommt, so hat man am Eingang der Hammstraße eine Umlaufsperre gehabt. Die war, wie alle Vertreter dieser Art, mit einem normalen Fahrrad nervig, und mit Spezialrädern nur schwer passierbar. Die Stadt hat hier anscheinend die Umlaufsperre halbiert, jetzt kommt man einfach durch:

Wahrscheinlich hat man die Umlaufsperre dort aufgebaut, damit man nicht in den verkehrsberuhigten Bereich rast. Aber auf der anderen Seite, von der man mit dem Auto einfahren kann, gab es nie eine Umlaufsperre.

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Weiterer Grünschnitt an Bürgersteig

Neulich hatte ich in Hangelar den überwachsenen Gehweg gemeldet gemeldet. Es wurde zwar zurückgeschnitten, aber nicht so richtig überzeugend. Ich hatte angedacht, das noch einmal an die Kommune zu melden, schließlich war vom Gehweg nur noch wenig übrig:

Die Gehwegplatten sind jeweils 30 cm breit, das sind also so 70 cm, die da noch frei waren. Mit einem Rollstuhl könnte das schwer werden.

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Poller für ehemaligen Gehweg-Parkplatz

An der Kreuzung Professor-Neu-Allee und Kaiser-Konrad-Straße wurde neulich ein Parkplatz auf dem Gehweg aufgehoben. Wie ich damals schon vorhergesehen hatte, hat das Entfernen der Markierung keinen Unterschied gemacht. Es steht fast immer ein Fahrzeug auf dem Gehweg. Damals hatte ich vorgeschlagen einen Poller zu setzen, jedoch wurde das damals noch nicht gemacht, um mehr Platz auf dem Gehweg zu lassen. Aber anscheinend geht es nicht ohne Schutz.

Also habe ich am 23.06.2022 beim Stadtplanungsamt vorgeschlagen, dort Frankfurter Hüte einzusetzen. Am gleichen Tag bekam ich eine Antwort. Die Frankfurter Hüte sind in Bonn vom Tiefbauamt noch nicht etabliert, daher ist aktuell nur ein Poller möglich. Das Anliegen wurde an die Straßenverkehrsbehörde gegeben, dass sie einen Poller setzen sollen.

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