🇩🇪 — Hi, ich bin Martin Ueding; Physiker, Maschinenlerner, Softwareentwickler und Fahrradaktivist. Ich habe recht früh mit dem Programmieren angefangen und schreibe darüber im Bereich »Code & Zahlen«. Im Physikstudium bin ich immer weiter in die Computerphysik gegangen, meine Studiumsunterlagen sind noch immer Teil dieser Webseite. Nach der Promotion bin ich in die Wirtschaft gewechselt. Seit dem Abitur habe ich meine Wege mit dem Fahrrad erledigt, Radtouren unternommen und irgendwann auch Radreisen. Inzwischen bin ich auch Aktiver im Radentscheid Bonn.

Aktuell schreibe ich am meisten zu Verkehrsthemen, manchmal auch noch über Wissenschaft, Maschinenlernen oder anderen Dingen, die mir einfallen. Die eher technischen Dinge schreibe ich meist auf Englisch, den Rest auf Deutsch.

Man kann mich per E-Mail, Threema oder Telegram kontaktieren, oder mich auf Twitter, LinkedIn oder XING finden.

🇺🇸 — Hey, I am Martin Ueding, a physicist, software developer, machine learning researcher and a traffic policy activist from Germany. On my blog you can find all my physics study material, mostly English articles about code and numbers and travel. The articles about traffic policy are in German.

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Geschützter Geisterradweg am Rheinufer

Am linksrheinischen Rheinufer in Bonn wurde massiv umgestaltet. Vorher gab es dort eine Fahrbahn mit Fahrstreifen in beide Richtungen. Dann ein Hochbord für den Radverkehr, auch in beide Richtungen. Und jenseits einer Hecke dann die Uferpromenade für den Fußverkehr. Dies wurde jetzt für den Autoverkehr nur noch als Einbahnstraße umgebaut, und für den Radverkehr gibt es rheinauf einen geschützten Fahrradstreifen, rheinab jetzt das komplette Hochboard; zumindest fast.

Ein Teil des Rheinufers ist jetzt komplett Fahrradstraße. Kommt man, rheinauf (Richtung Süden) dort an, so sieht man das hier:

Die Fahrradstraße neigt sich dem Ende zu, und man muss jetzt auf die linke Seite der Fahrbahn, um weiter geradeaus fahren zu können.

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Kein Linksabbiegen in den Boeselagerhof mehr

In Bonner Zentrum wird aktuell viel umgestellt, unter anderem ist die Rheingasse jetzt eine Einbahnstraße für den Autoverkehr. Und man hat nur einen schmalen Radfahrstreifen angelegt, dafür direkt zwei Fahrstreifen für den motorisierten Verkehr. Aber man hat hier die Linie durchgezogen, sodass man nicht mehr wie gewohnt mit dem Fahrrad in den Boeselagerhof links abbiegen und zur Kennedybrücke kommen kann. Das ist eine massive Verschlechterung für den Radverkehr.

Vielleicht ist das gar nicht so gemeint, und man hat nicht so recht nachgedacht. Oder das Tiefbauamt hat hier etwas umgesetzt, das so nicht gewollt war. Keine Ahnung, wichtig ist nur die wahrscheinlichste Zuständigkeit. Das könnte hier das Tiefbauamt sein. Oder die Verkehrslenkung. Oder das Stadtplanungsamt. Ich versuche es mal beim Tiefbauamt.

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Inkonsistente Blindenleitsysteme

Ich habe das große Privileg noch keine Barrierefreiheit zu benötigen. Dennoch werde ich mich irgendwann dankbar dafür sein, wenn wir sie haben. Und bis dahin versuche ich die Bedürfnisse aller Personen zu sehen, die es nicht so gut angetroffen haben. Bei dem Ortstermin zur neu gestalteten Endenicher Allee konnte ich mit einer Dame mit Seheinschränkung sprechen und so deutlich besser verstehen, worauf beim Tiefbau zu achten ist.

Personen, die mit dem Langstock (Blindenstock) gehen, müssen sich sehr konzentrieren. Sie müssen versuchen die Bordsteinkanten zu finden, damit sie nicht aus Versehen auf die Fahrbahn treten. Sie bevorzugen daher eine Tastkante von mindestens 3 cm, höher wäre noch besser. Zu hohe Kanten sind wieder schlecht für die Personen mit Rollstuhl, daher haben sich 3 cm dort als Kompromiss eingependelt.

Um an komplexen Stellen Klarheit zu schaffen, gibt es diese Blindenleitsysteme aus Rillen und Noppen. Die Rillen nennt man Richtungsfeld, die Noppen Aufmerksamkeitsfeld. Die Personen sollen sich entlang der Rillen orientieren. Soweit die Theorie. In der Praxis ist das dann ziemlich inkonsistent. Das liegt daran, dass zum einen jeder Kreis selbstständig Standards ausarbeiten darf. Es gibt zwar auf bundesebene Richtlinien, allerdings sind die nicht rechtlich bindend. Und die Landesbetriebe (hier Straßen NRW) macht an Bundesstraßen dann auch wieder Dinge, die zwar im Land konsistent sind, aber nicht in einem Kreis. Grenzgänger zwischen Bonn und Rhein-Sieg-Kreis haben dann inkonsistente Systeme, und alle Personen entlang Bundesstraßen auch.

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Grünüberwuchs über Gehweg

Grünüberwuchs ist ein leidiges Thema, weil man sich sehr schnell in Zuständigkeiten verstrickt. Trotzdem kann man es manchmal nicht mehr aussitzen. An jener Straße in Hangelar ist der Gehweg nur 120 cm breit; wahrscheinlich damit noch genug Platz für kostenlose Parkplätze für Anwohner:innen bereitsteht. Da hat sich die Ecke aber derart ausgebreitet, dass man nicht mehr auf dem Gehweg gehen kann. Das sieht dann so aus:

Mir ist nicht klar, ob dass jetzt öffentliches Grün ist, das von der Stadt Sankt Augustin zugeschnitten werden muss. Oder es ist aber privates Grün. Weil es zwischen Straßen und Garagenanlage ist, sind mir die Besitzverhältnisse nicht klar. Auch wenn die Sorge besteht, dass es im Zuständigkeitsgerangel untergeht, habe ich die Stadt einmal angeschrieben.

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Backups unter Windows mit Restic

Ich sichere meine Daten regelmäßig und auf mehreren verschiedenen Datenträgern, so ist mir bisher noch nichts nennenswertes verloren gegangen. Das ganze mache ich unter Linux aktuell mit Back in Time, das per rsync und Hardlinks Snapshots auf eine externe Festplatte anlegt. Die Festplatte ist per LUKS verschlüsselt, und somit sind die Daten geschützt und nicht für dritte einsehbar.

Hier gibt es aber noch ein Windows-Laptop, für das ich mich verantwortlich fühle. Mir erscheint es sinnvoller mich im Vorfeld um die Datensicherung zu kümmern, als irgendwann bei Datenverlust die schlechten Nachrichten überbringen zu müssen. Also suchte ich nach einer vertrauenswürdigen Backup-Lösung für Windows. Ich bin jetzt bei Restic gelandet.

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Unsynchrone Fahrradampel am Belderberg

Seit der ersten Kappung des Cityrings darf man mit dem Fahrrad die Rathausgasse in die andere Richtung befahren. Dazu war dann auch eine neue Ampel an der Kreuzung zum Belderberg nötig. Diese Ampel verhält sich aber ziemlich merkwürdig, wie man hier in dem Video sehen kann:

Zuerst werden gleichzeitig die Fahrrad- und Fußgänger:innenampel auf der anderen Seite grün. Mit spürbarer Verzögerung schaltet die vordere Ampel über Gelb auf Grün. Das erscheint mir inkonsistent. Zuständig ist hier vielleicht das Tiefbauamt, also schreibe ich die einmal an.

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Fahrrad-Überholverbots-Zeichen ist Sinnlos

In der StVO-Novelle wurde das Zeichen 277.1 neu eingeführt. Das trägt den sperrigen Namen »Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen«. Wird dies aufgestellt, so dürfen Autofahrer:innen keine Radfahrer:innen mehr überholen. So sieht es aus:

Bildquelle: Wikipedia-Artikel »Bildtafel der Verkehrszeichen in der Bundesrepublik Deutschland seit 2017«

Das klingt wunderbar! Man stellt es überall dort auf, wo man bisher zu eng überholt worden ist. Im folgenden Bild habe ich eine kleine Straße. Wie breit ist die wohl?

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Exklusiver nicht-nutzungspflichtiger Radweg mit Fußverkehr?

Auf einer Radtour durch den Kreis Euskirchen bin ich an der Meckenheimer Straße (Karte) an dieser wirklich abenteuerlichen Konstruktion entlanggekommen:

Was soll das bedeuten? Wenn man es jetzt nicht genau nimmt, und sehr wohlwollend interpretiert, so ist das einfach nur ein gemeinsamer Geh- und Radweg. Fuß- und Radverkehr sind hier gleichberechtigt. Für so einen Weg erscheint das sinnvoll. Damit gibt es dann auch direkt ein Fahrbahnverbot, sodass auf der Fahrbahn daneben mit dem Auto gepflegt mit 100 km/h gefahren werden kann.

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