Entlang der Strände von S’Illot bis Port Vell gibt es an der Strandpromenade einen Radweg. Den bin ich mehrfach komplett gefahren und habe ihn einmal dokumentiert.
S’Illot
Wir beginnen in S’Illot, dort fängt der Radweg quasi unvermittelt an.
Schon nach der ersten Kurve fehlen Steine im Weg. So ein großes Loch hatte ich davor auch noch nicht gesehen.
Der Weg ist abschnittsweise nicht direkt am Strand geführt, um den Fußgänger:innen dort etwas mehr Raum zu geben. Hier ist so eine Verschwenkung, die dann in Nebenstraßen führt.
Wir müssen die Seiten mehrfach wechseln, der Radweg wechselt von rechts- zu linksseitig.
Dann hat man aber ein Stück, das vom Autoverkehr getrennt ist.
Der Radweg ist als solcher hier nur schwer zu erkennen. Er hat ein bisschen rote Farbe und die Pfeile. Aber so super klar ist es nicht. Immer wieder sind Fußgänger:innen auf dem Radweg, man muss entsprechend vorsichtig fahren.
Dann kommt eine Verschwenkung und man hat theoretisch wieder Autoverkehr.
Vorfahrtberechtigt ist der Radweg meist nicht, hier muss man also kurz warten.
Und dann geht es auch schon wieder in Richtung der Strandpromenade. Hier ist auch zu sehen, wie schmal dieser Zweirichtungsradweg eigentlich ist. Und auch kein Abstand zu den Autos. Da muss man echt aufpassen.
Nun wird der Radweg ganz nah am Wasser geführt. Der Breite nach soll das exklusiv sein. Aber das klappt natürlich nicht, weil Fußgänger:innen auch nah am Wasser gehen wollen.
Dann kommt hier die nächste Verschwenkung.
Die Bänke da sind ja nett, aber in Kombination mit dem Radweg eine Konfliktstelle.
Weiter auf den Parkplatz.
Sa Coma
Nun sind wir in Sa Coma, da fahren wir direkt an den Hotels vorbei. Hier ist der Radweg etwas klarer ersichtlich.
Aber an jedem Hotel muss man auf Fußgänger:innen aufpassen. Dafür super einsehbar.
Und dann kommen die kleinen Straßen und die Wendehämmer. Da muss man auch nochmal aufpassen.
Nach einigen davon ist man dann am Ende des Strandes, es kommt die Landzunge Punta de n’Amer. Daher ist hier ein großer Parkplatz.
Wir werden auf diesen Radweg geleitet:
Hier hat man Platz und Trennung:
Witzigerweise laufen da Hühner frei herum.
Weil dort kein Strand ist, haben wir ganz viel tollen Radweg.
Son Moro
Der ist dann in Son Moro vorbei. Da ist ein Kreisverkehr und der Radweg zerfällt in viele kleine Stücke.
Hier hat man das ganze Hochbord zum Radweg gemacht. Das hätte eigentlich ein Gehweg sein sollen. Entsprechend viel Konfliktpotential hat es. Aber da ja alle im Urlaub und entspannt sind, geht das natürlich auch.
Dann geht es zur Strandpromenade.
Hier haben wir vier 40 cm Platten zur Verfügung, also 160 cm. Das ist für zwei Richtungen schon ziemlich knapp.
Aber bei so einer Aussicht ist mir das nicht so wichtig.
Da ragen teilweise auch Bäume rein, damit kann man aber auch fertig werden.
Nach links sieht man die ganzen Hotels.
Cala Millor
Nun müssten wir langsam in Cala Millor angekommen sein, das geht alles fließend ineinander über.
Da sind dann auch viele Restaurants und Buden. Morgens früh, hier um 9:18 Uhr, ist das noch alles eher frei.
Der grüne Rasen ist bei dem Klima eigentlich pervers, das geht nur mit Bewässerung. Davon sieht man die Pfützen auf dem Radweg.
Und noch mehr Gefahrenstellen:
Dann wieder Verschwenkung:
Hier hat man nun teilweise Fahrbahn auf der linken Seite:
Dann wieder nur Gehwege links und rechts:
Hier ist es dann etwas kritisch, da ist links nur Fahrbahn, rechts fast kein Gehweg. Zudem ist der Radweg mit schwarzem Asphalt ausgeführt, das sieht aus wie ein Gehweg.
Cala Bona
Und der nächste Übergang.
Hier hört der Radweg kurz auf, man hat nur eine Fahrbahn.
Und dann wieder den Radweg.
Hier wird es etwas wild. Man muss nach links, das habe ich aber auch erst beim zweiten Mal verstanden.
Und dann gleich nach rechts.
Und dann schon wieder die Straßenseite wechseln.
Ist das wirklich noch ein Radweg? Man kann ein verblichenes Sinnbild auf dem Boden erkennen.
Ohje, festhalten!
Und noch mehr Sinnbilder.
Port Vell
Dann kommt der Abschnitt mit den Bäumen.
Hier wird nochmal sehr schmal.
Und hier wieder breiter.
Dafür sind die Grundstücksausfahrten wirklich gefährlich.
Und ein enges Drängelgitter. Man kann weiter hinten auf der Fahrbahn einen Rennradfahrer erkennen, der sich den Radweg schenkt. Das habe ich dann irgendwann auch gemacht.
Weiter geht es mit Bäumen.
Und dann der nächste Seitenwechsel:
Hier ist dann einfach Ende:
Fazit
Das sind gut 10 km Radweg, also durchaus eine nette Strecke. Das Problem ist allerdings, wie schmal der Radweg ist. Und dass er auch nicht offensichtlich genug ist. Ab dem späten Vormittag tummeln sich immer mehr Tourist:innen auf der Promenade und gehen auch häufig auf dem Radweg.
Ich sehe die Schuld gar nicht bei den Tourist:innen, vielmehr ist die Infrastruktur dort schlicht nicht auf schnelles Fahrradfahren ausgelegt. Damit das klappt, müsste der Radweg breiter sein, mit einer Höhendifferenz spürbar und farblich eindeutig gekennzeichnet sein. Und selbst dann würde das wohl nicht klappen. Ich brauche aber auch einen Radschnellweg quer durch die Touristenmassen.
Für eine morgendliche Tour ist das ganz nett, für eine sehr langsame Radtour auch noch nachmittags machbar. Gerade diese Vierer-Fahrräder waren da auch ziemlich beliebt drauf. Und die sind breit und langsam.
Aber im Urlaub gehe ich da auch anders dran, als müsste ich jeden Tag diese Strecke fahren und zu einer festen Zeit ankommen. Von daher ist das nett für die Aussicht.









































































































