Bei der Anreise nach Mallorca sitzt man im gleichen Flieger wie viele andere Urlauber:innen. Dabei merkt man einmal, wie viele unterschiedliche Personas das gibt. Ein nicht ganz ernster Artikel voller KI-generierter Bilder.

Am Gate habe ich mir die ganzen anderen Leute mal so angeschaut, irgendwie muss man die Wartezeit ja herumbekommen. Viele Leute kann ich in Schubladen stecken. Und ich habe mich gefragt, in welche Schublade ich eigentlich passe.

Ballermann

Und da gibt es klar den „Malle ist nur einmal im Jahr!“ Typen. Der wird dann bestimmt in S’Arenal ein Hotelzimmer haben und mit mitgebrachten oder neu gefundenen Kumpels da mal so richtig viel Alkohol konsumieren.

Schön finde ich hier, wie Gemini mir auf dem Foto einen Sonnenbrand verpasst hat. Das Tanktop ist auch echt furchtbar. Den Sangria-Eimer werde ich nicht einhändig halten können, aber was weiß die KI schon.

ChatGPT hat eine andere Interpretation davon. Hat für mich irgendwie etwas von Hawaii, aber gut.

Jedenfalls zeichnet sich diese Gruppe am Flughafen dadurch aus, dass sie schon im Duty Free nochmal Schnaps oder ein Fünf-Liter-Bierfässchen kaufen. Sie tauschen sich mit ihren Kumpels darüber aus, wie viel Bier sie schon am Flughafen vor Abflug getrunken haben.

Camp David

Dann gibt es so die Leute, ich würde schätzen so um 50 herum, die auffallend häufig Kleidung von Camp David tragen. Deren Kleidung erkennt man anhand der großen Markenaufdrucke ja ziemlich einfach. Gerne dann auch mit cooler Sonnenbrille und betont lässig und abgeklärt. Also nette Leute, aber einfach markant.

Als ich zufällig erfuhr, dass Dieter Bohlen Markenbotschafter für Camp David ist, hat mich das nicht überrascht und meine Vorurteile haben sich nochmal ein bisschen klarer gefestigt.

Familien

Dann gibt es, gerade an den großen Sandstränden um Alcudia, Can Picafort und Cala Millor, ganz viele Familien. Die Kinder sind im Urlaub natürlich ganz aufgedreht. Im All-Inclusive-Hotel ist dann entsprechend viel los und die Eltern phasenweise gestresst.

Rentner:innen

Man sieht auch viele Senior:innen dort unterwegs. Das ergibt auch viel Sinn, die Insel ist ja schön, da kann man es sich gutgehen lassen. Und generell kann man im Alter ja viel reisen, von daher ist Mallorca keine Ausnahme.

Gemini versuchte mich als Rentner in Beige darzustellen, so ganz falsch ist das wohl nicht.

Shopping

Wenn ich mir anschaue, wie viele Leute durch Cala Millor gelaufen sind und da die Geschäfte leerkaufen, gibt es wohl auch den Typus Shopper.

Ist jetzt überhaupt nicht mein Ding. Vor allem, weil ich bei 35 °C und Sonne quasi dauerhaft in klebriger Sonnencreme eingeschmiert und verschwitzt bin. Da möchte ich keine Kleidung im Laden anprobieren.

Überwintern

Im September hat man die natürlich nicht, aber es gibt auch noch die Leute, die dort überwintern. Bei dem kalten grauen Matsch, der hier die letzten Winter war, halte ich das für eine echt brauchbare Option.

Digital Nomad

Eine weitere Zielgruppe sind die digitalen Nomaden. Und da ich remote arbeite, könnte ich auch einige Monate pro Jahr in einem anderen Land arbeiten (limitiert durch Sozialversicherungsabkommen). Das könnte dann so aussehen:

Wobei ich die Variante von ChatGPT etwas cooler finde:

Gourmets

Ich kann mit der spanischen Küche leider nur wenig anfangen, da sie sehr fleischlastig ist. Mit alkoholischen Getränken habe ich es auch nicht. Daher kann ich überhaupt nicht in der Fleisch-Fisch-Wein-Küche als Genießer auftreten. Aber diese Leute gibt es natürlich auch.

Reiche Leute

Die Kategorie „altes Geld“ findet man natürlich nicht im Condor-Flieger, die reisen anders an. Und dann haben die da ihre Yacht in einem der Häfen und leben gefühlt in einer Parallelwelt.

Auch „neues Geld“ wird es ähnlich machen, nur eben weniger stilvoll.

Rennradfahren

Nun bin ich aber selbst an der Reihe. Ich gehöre auch in eine Schublade. Und das ist halt die hier. Zwar noch nicht mit Trikot, aber mit Fahrradhose und Funktions-Shirt. Meine Beine sehen nicht so krass trainiert aus, aber ich habe einen guten Teil des Urlaubs auf dem Rennrad verbracht.

Wandern

Die anderen Tage war ich wandern. Und ich habe einen etwas schickeren Strohhut, allerdings auch so einen praktischen faltbaren Wanderhut. Und dann mit Trekkinghose und Wanderrucksack unterwegs.

Fazit

Und mit den Blogartikeln hier ist auch ziemlich klar, dass ich die letzten beiden Klischees gut erfülle. Es ist ja gar nicht schlimm, in eine Schublade zu passen, das gibt einem ja auch ein Vokabular für seine eigene Identitätsbeschreibung.

Interessant finde ich vor allem, wie extrem vielseitig Mallorca eigentlich ist. Es gibt da für so viele Personengruppen Urlaubsmöglichkeiten. Das hat mich nochmal echt überrascht.