Luftwaffenshow (2007)

Im ersten Monat, den ich im Austauschjahr in den USA war, hat mich meine Gastfamilie zu einer Luftwaffenshow mitgenommen. Auf dem Hinweg war ich schon ganz fasziniert von den riesigen Pick-Up-Trucks. Den hier hatte ich an einer Tankstelle gesehen. So richtig riesiges Teil mit fünf Sitzen und einer Tonne Zuladungskapazität. Rückblickend denke ich mir, dass der ja noch nicht einmal Zwillingsreifen hinten hatte, also eher ein mittelgroßes Modell.

Auf dem Flugplatz konnte man dann die diversen Flugzeuge bestaunen. Die Nähe der US-Amerikaner zu Waffen finde ich immer wieder erstaunlich, mir käme das so gar nicht in den Sinn. Diverse Leute haben auch ewig angestanden, um ein Foto auf der Treppe neben dem Flugzeug zu machen.

An einer Station konnte man Projektile als Halskette kaufen. Das ist schon ein praktischer Schmuck, mit dem man bestimmt einfach andere Waffennarren signalisieren kann, zu welcher Seite man so gehört.

Aber das können sich Erwachsene immerhin frei aussuchen. Viel schlimmer fand ich das Humwee mit Maschinengewehrstellung oben drauf. Da konnte sich jeder einmal hinsetzen und das Gewehr und den Patronengurt halten. Hier setzt der Soldat ein kleines Kind hinter das Gewehr, das Kind hat ein breites Lächeln im Gesicht. Für mich wirkt das heutzutage wie Indoktrination; für die Eltern ist es wohl ganz normale Kultur.

Nach dem Vorprogramm ging es dann los mit der Show, da flogen sie zuerst mit Doppeldeckern herum und haben diverse Muster in die Luft gesprĂĽht.

Zuletzt kamen noch die Flieger der Navy mit Jets und haben ein bisschen gezeigt, was sie so können.

Als Souvenier gab es dann noch eine Postkarte mit Werbung zum nächsten Rekrutierungsbüro.

Manchmal kam die Nationalgarde auch in den Sportunterricht der Schule und stellte sich vor. Die haben dann diverse lustige Dinge mitgebracht, wahrscheinlich auch um zu schauen, welche Schüler*innen geeignet für den Militärdienst wären. Auch das erscheint mir an einer deutschen Schule komplett undenkbar.