Die Stadtverwaltung in Bonn baut teilweise Verkehrsführungen, bei denen man sich nur an den Kopf fassen kann. Ein Gehweg mit einem Parkscheinautomat. Wer hat das bitte abgesegnet? Aber egal, betrifft ja nur Radverkehr.
In der Josefstraße, parallel zur Kennedybrücke, gibt es einen getrennten Rad- und Gehweg. Aber da ist auch noch ein Zeichen für Parkplätze darüber. Das alleine ist schon nicht unklar beschildert. Eigentlich hätte das Zeichen für den Parkplatz an einen eigenen Mast nach links gemusst. So scheint es dann auch für den Radweg zu wirken.
Naja, aber dann parken die Autos links vom Hochbord auf der Fahrbahn. Radverkehr auf dem Hochbord links, Fußverkehr rechts. An sich eigentlich relativ normal.
Jedoch hat man sich für das Rheinufer überlegt, den Radverkehr auf die Fahrbahn umzuleiten. Daher endet der Radweg dort, man wird ausgeleitet. Und da stand an dem Tag dann ein Auto drauf.
Davor steht das Zeichen »Halteverbot« mit dem Zusatz »auch auf dem Seitenstreifen«. Das ist schon recht klar kein Parkplatz.
Andererseits steht da aber auch ein Parkscheinautomat. Und ganz vorne steht ja auch das Parkplatz-Zeichen an dem Mast mit dem Rad- und Gehwegzeichen. Irgendwie kann ich verstehen, wenn man (als dem Kennzeichen auswärtiger) das auch nicht ganz versteht. Man könnte auch meinen, dass der Radverkehr ja jetzt auf der Fahrbahn ist und daher der Parkplatz nun auf dem Hochbord.
Auf dem Rückweg stand dann ein LKW dort. Also auf der Fahrbahn, im Halteverbot. Aber da, wo man früher parken durfte.
Vom alten durchgängigen Radweg gedacht, wäre das so auch total in Ordnung gewesen. Der LKW-Fahrer hat mich auch einfach auf dem Radweg weiterfahren lassen.
Hier nochmal die seitliche Ansicht. Da steht ein Baustellenschild, man darf dort nicht halten. Aber eben auch ein Parkscheinautomat.
Das sind diese typischen halbgaren Lösungen, die man in Bonn überall findet. Da wird irgendwas auf die Fahrbahn gepinselt, es ergibt im Gesamtkonzept keinen Sinn und am Ende machen alle irgendwas.




