Im Garten hatten wir schon ein Problem mit Zaunwinde, ohne das so richtig zu verstehen. Dann habe ich noch mehr Erde bekommen, in der Zaunwinde-Wurzeln waren. Somit ist jetzt alles voll mit dem Zeug. Ein Portrait.

Wir brauchten mehrere Kubikmeter Erde, um einen ehemaligen Teich aufzuschütten. Jemand anderes hatte vier Kubikmeter Erde übrig. Eigentlich ideal. In der Erde waren dann noch so Wurzeln drin, da habe ich mir nicht so wirklich was bei gedacht.

Naiv, wie ich war, hielt ich das für irgendwelche toten Wurzeln von Gemüse, das mal in dem Hochbeet war. Die größten Fetzen hatte ich rausgesucht, aber bei mehreren Kubikmetern verging mir die Lust.

Nun rankt die Zaunwinde überall bei uns im Garten. Sie rankt sogar am Bambus hoch. Ich dachte eigentlich, Bambus wäre mein Endgegner, aber Zaunwinde schlägt sogar das noch.

Beides sind Pflanzen, die Rhizome bilden. Das hier ist ein Stück ausgegrabene Zaunwinde. Man sieht unten das horizontale Rhizom, das sich recht weit unter der Oberfläche dann ausbreitet.

Und aus diesem Rhizom kann dann eine neue Zaunwinde sprießen. Und hier noch ein weiteres Exemplar, bei dem sich zwei verwunden haben:

Hier klettert das Zeug am Gartenzaun hoch und klettert sogar an den Brombeeren hoch. Es bildet auch schon Blüten, welche dann hunderte Samen im Garten verteilen werden.

Diese Blüte sieht zwar ganz hübsch aus, ist aber definitiv ein Zeichen einer schon zu weit gegangenen Zaunwinde-Besiedelung.

Ich werde also wohl nun regelmäßig mit dem Distelstecher durch den Garten gehen müssen und die Rhizome aus der Erde pulen müssen. Ob ich es schneller entfernen kann, als es nachwächst, bezweifele ich allerdings.