Egoistisches Verhalten vor und im Supermarkt

Einkaufen ist schon stressig genug, da muss man sich nicht gegenseitig das Leben schwer machen. Leider gibt es dann aber immer wieder genug Leute, die negativ auffallen und das Einkaufen damit stressig machen. So hätte mich neulich auf dem Parkplatz jemand fast angefahren.

Bei der »Strip Mall« in Niederpleis an der Alten Heerstraße gibt es diverse Geschäfte und darum einen großen Parkplatz. Dort gibt es entsprechend viele Leute, die mit ihren großen Autos ziemlich überfordert sind. Und dann noch diverse ältere Leute, die ich nicht mehr uneingeschränkt für fahrtüchtig halte. So eine Person habe ich dann auch noch erwischt, oder sie eher mich.

Ich war hier auf dem Weg über den Zebrastreifen, von links kommt der Autoverkehr beim Rausfahren vom Parkplatz. Der Fußgängerüberweg auf dem Boden ist eindeutig, ich habe da das Vorrecht.

Mir kam auf dem Zebrastreifen eine andere Person entgegen, daher wartete die Person im Auto. Und dann wollte ich eigentlich auch noch gehen. Hinter dem einen Auto sammelten sich dann aber schon mehrere. Samstags vormittags sind halt viele Leute beim Einkaufen. Jedenfalls konnte die Person im Auto weiter hinten ja nicht sehen, warum das Auto vor ihm noch nicht bewegt worden ist. Also hat sie vor Ungeduld gehupt. Der Typ fuhr dann aber aufgeschreckt los, ich musste abbremsen und konnte ihm noch ganz locker gegen das Seitenfenster klopfen.

Zwischen Gehweg und Fahrbahn stehen noch geparkte Autos, das behindert die Sicht. Aber da in der Ecke ist nur das flache Beet, das kann keine Ausrede sein.

Und wenn man nichts sieht, dann muss man eben vorsichtig fahren. Wenn ich da auf dem Parkplatz mit dem Auto unterwegs bin, dann häufig im ersten Gang ohne Gas zu geben. Dann rollt das Auto so mit Schrittgeschwindigkeit und ich habe genug Zeit zu reagieren. Wenn ich es einsehen kann, dann langsam im zweiten Gang. Aber ich will unbedingt einen geringen Bremsweg haben, weil es dort so unübersichtlich ist.

Im Laden selbst ist es auch wenig besser. Die Leute schieben ihre Wagen so dumm herum, wie sie draußen mit ihren Autos rangieren. Irgendwie scheinen die Leute kein Gefühl für den von ihnen eingenommenen Platz zu haben. Die Läden machen es dann auch noch schlimmer, indem sie Aktionsware in die Ecken stellen, man kommt also nur schwerer herum.

Mir wäre da so eine menschliche Einkaufsstraße doch lieber. Die Läden ähnlich dicht, aber ohne diesen ganzen Autoverkehr davor. In der Bonner Fußgängerzone gibt es das. In der Friedrich-Breuer-Straße hat man ähnlich viele Läden, aber nur einen schmalen Gehweg mit Parkplätzen drauf.

Ich versuche einfach weiterhin unter der Woche mittags einkaufen zu gehen, da ist es deutlich entspannter. Und ansonsten schaue ich natürlich immer, ob mich irgendwer aus dem Auto nicht gesehen hat und mich überfahren wird. Das muss diese Freiheit sein, von der sie immer alle sprechen.