Ich bin Martin Ueding – Physiker, Softwareentwickler, Radfahrer, Zeichner und Heimwerker. Dieser Blog und die Webseite dahinter sind ein Spiegel meiner Interessen: Softwareentwicklung, Physik, Fahrradfahren, Zeichnen, Heimwerken, Lesen, Verkehrspolitik, Fotografie.
Physik und Softwarenentwicklung
Ich habe Physik studiert und in theoretischer Physik – Lattice QCD – promoviert. Das prägt den Blick auf die Welt: quantitativ und modellbasiert, als Naturwissenschaftler und Softwareentwickler zugleich. Diese Denkweise wende ich auf viele Lebensbereiche an. Ich nutze die Methoden um meine Outdoor-Aktivitäten zu analysieren, unseren Stromverbrauch zu verstehen oder mir Gedanken zu Finanzen zu machen.
Mit fünf Jahren habe ich meinen ersten Computer bekommen und die ersten Schritte in DOS-Batch gemacht. Mit dreizehn habe ich angefangen, C zu lernen; damals war ich mit den Pointern aber noch überfordert, aber der Einstieg war gemacht. Seitdem habe ich viele Programmiersprachen gelernt und genutzt: PHP, Java, Python, C++, Haskell, Wolfram Language, R, CUDA. Aktuell lerne ich Rust. Jede neue Sprache hat mein Denken über das Programmieren ein Stück weit verändert.
In der Computerphysik konnte ich mein Interesse für Physik und Programmieren verbinden. Inzwischen arbeite ich als High Performance Computing Engineer in der KI-Industrie. Hochleistungsrechnen bedeutet dort, Inferenz und Training großer Sprachmodelle auf GPU-Clustern zu optimieren.
In meiner Freizeit löse ich immer noch gerne schwere Probleme. Project Euler bietet derartige mathematische Rätsel, meine Lösungen dokumentiere ich hier.
Meinen Code findet man auf GitHub.
Radfahren und Verkehrspolitik
Seit dem Abitur erledige ich meine täglichen Wege mit dem Fahrrad. Was als Gewohnheit begann, ist inzwischen ein festes Weltbild geworden. Ich erlebe, was gute Radinfrastruktur ermöglicht, und bin entsprechend frustriert darüber, wie sie in Deutschland im allgemeinen und Bonn im speziellen aussieht.
Reisen nach Kopenhagen und in die Niederlande haben mir gezeigt, dass es fundamental anders geht. Radfahren kann komfortabel, sicher und alltagstauglich sein, wenn der politische Wille da ist. 2017 habe ich mich beim Bonner Rad-Dialog engagiert, allerdings verschwanden alle Eingaben in der Schublade. Beim Radentscheid Bonn war ich ab 2021 aktiv. 2024 wurde mir der Gegenwind durch die Stadtverwaltung zu groß und ich habe eine Pause eingelegt. Mit dem neuen konservativen Oberbürgermeister seit 2025 und meinem Umzug aus Bonn heraus bin ich aus diesem lokalpolitischen Engagement weitgehend ausgestiegen. Hin und wieder schreibe ich noch einen Blogeintrag dazu.
Outdoor, Fotografie und Aktivitätsdaten
Auf Radtouren habe ich fast immer meine Kamera dabei und erkunde die Umgebung. Alle Outdoor-Aktivitäten zeichne ich auf und werte sie mit meinem eigenen Tool Geo Activity Playground aus. Hier sieht man auch wieder die Überschneidung von Draußen-Sein und quantitativer Auswertung.
Zeichnen
Seit einigen Jahren zeichne ich mit Bleistiften. Als Hobby, das ich drinnen mit den Händen ausüben kann, ist es eine schöne Abwechslung zum Programmieren und Radfahren. Eine Galerie meiner Zeichnungen gibt es in den Bleistiftzeichnungen.
Heimwerken
Seit ich im eigenen Haus wohne, fallen jede Menge Heimwerkerprojekte an: Wände streichen, Küche bauen, kleine Reparaturen, Gartenarbeit. Das ist eine schöne Abwechslung zur Bildschirmarbeit weil sie greifbar und mit direkt sichtbarem Ergebnis ist. Ich eigne mir ständig neue Fähigkeiten und Werkzeuge an und finde das eigentlich kaum weniger spannend als ein neues Softwareprojekt.
Reisen
Ich würde mich nicht als Vielreisenden bezeichnen. Einige Reisen haben meinen Blick aber stark geprägt: Mein Auslandjahr in den ländlichen USA haben das Amerikanische in meinem Englisch hinterlassen, eine Konferenz und Sommerschule in China haben mir einen sehr kontrastreichen Blick auf unterschiedliche Lebensweisen gegeben. Das Interessanteste an Reisen ist für mich nicht die Sehenswürdigkeit an sich, sondern etwas von der Kultur und Alltag der dort lebenden Menschen mitzubekommen.