🇩🇪 — Hi, ich bin Martin Ueding; Physiker, Maschinenlerner, Softwareentwickler und Fahrradaktivist. Ich habe recht früh mit dem Programmieren angefangen und schreibe darüber im Bereich »Code & Zahlen«. Im Physikstudium bin ich immer weiter in die Computerphysik gegangen, meine Studiumsunterlagen sind noch immer Teil dieser Webseite. Nach der Promotion bin ich in die Wirtschaft gewechselt. Seit dem Abitur habe ich meine Wege mit dem Fahrrad erledigt, Radtouren unternommen und irgendwann auch Radreisen. Inzwischen bin ich auch Aktiver im Radentscheid Bonn.

Aktuell schreibe ich am meisten zu Verkehrsthemen, manchmal auch noch über Wissenschaft, Maschinenlernen oder anderen Dingen, die mir einfallen. Die eher technischen Dinge schreibe ich meist auf Englisch, den Rest auf Deutsch.

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🇺🇸 — Hey, I am Martin Ueding, a physicist, software developer, machine learning researcher and a traffic policy activist from Germany. On my blog you can find all my physics study material, mostly English articles about code and numbers and travel. The articles about traffic policy are in German.

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Frankfurter Hüte für Falschparker-Hotspot

In Hangelar gibt es einen Bäcker, vor dem ein echter Falschparker-Hotspot liegt. Der Bäcker hat »nur« 9 KFZ-Stellplätze, sodass sich anscheinend immer wieder Kunden legitimiert fühlen auf dem Gehweg zu parken. Das sieht dann so aus:

Der Gehweg ist dort nur grob 170 cm breit. Man kann das an den Gehwegplatten sehen, die haben eine Kantenlänge von 50 cm. Sobald ein Auto darauf steht, ist weniger als 100 cm übrig, in Bonn gilt das als Behinderung.

Das Ordnungsamt in Sankt Augustin ist zwar theoretisch vorhanden, fährt aber in der Praxis nicht raus. Dazu kommt natürlich auch, dass diese Bäckereikund:innen immer »nur mal kurz« dort stehen. Die Wahrscheinlichkeit von offizieller Seite dort erwischt zu werden ist faktisch Null. Es braucht also eine bauliche Lösung.

Auch wenn ich mir bei der Stadt Sankt Augustin wenig Hoffnungen mache, schreibe ich sie einmal an. An dieser Stelle erscheinen mir Frankfurter Hüte ein probates Mittel. Sie machen den Gehweg nicht schmaler, werden die Falschparker aber abhalten. Einfache Poller machen den Gehweg schmaler, weil sie 50 cm von der Fahrbahn entfernt aufgestellt werden müssen.

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Affenarme für Ampeltaster

Am Knotenpunkt zwischen der B 56 und der L 16/B 484 (Karte) gibt es eine Ampel, die allerdings ziemlich weit vom gemeinsamen Geh- und Radweg entfernt steht.

Um dort den Taster zu betätigen, bräuchte man schon sehr lange Arme. Wenn man den Taster drücken möchte, so muss man da ins Gras. Das ist bei trockenem Wetter kein Problem, allerdings wird das bei Matschwetter nicht so toll sein.

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Niemand hat Vorfahrt in Benzelrath

Außerhalb von Frechen-Benzelrath, am Kreisverkehr mit L 277 Dürener Straße und Neuer Weg muss man als Radfahrer:in an den Armen warten, siehe das Zeichen 205 (Vorfahrt Achten) im Bild mit Markierung 1. Das ist zwar doof, aber wie im Artikel zur Vorfahrt in Kreisverkehren innerorts und außerorts beschrieben, ist das soweit korrekt:

Nicht korrekt ist aber, dass der Kraftverkehr ebenfalls wartepflichtig gegenüber dem Radverkehr ist, siehe das gleiche Zeichen 205 mit Markierung 2. Die Radfahrenden können nur erahnen, dass die Autofahrenden ein Zeichen 205 sehen. Aus der anderen Perspektive kann man das Zeichen 205 für den Radverkehr nicht erkennen und nur die Ecken erahnen. Andere Perspektive, aber gleiche Nummern:

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Mehrfachsteckdosen und Steckernetzteile

Mehrfachsteckdose und Steckernetzteile scheinen irgendwie natürliche Feinde zu sein. Früher hatte ich immer nur diese billigen Mehrfachsteckerleisten, bei denen intern einfach zwei Metallschienen den Strom leiten und die Löcher senkrecht zur Leiste angeordnet sind:

Wie man auf dem Foto sehen kann, verträgt sich das allerdings nicht gut mit den Steckern, die abgewinkelt sind. Die blockieren dann meist die benachbarten beiden Steckdosen noch mit. Solange man nur wenige hat, kann man die an am Rand anbringen, und dann passt es wieder. Wenn man mehr davon hat, hat man allerdings ein Problem.

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Kreditkartenwechsel

Man soll seine Kreditkarte regelmäßig wechseln, habe ich mal irgendwo gelesen. Und da ist auch was dran, schließlich verändert sich der Markt da ständig, und die alten Karten bekommen keine Aktualisierung der Bedingungen.

Und so habe ich die Karte von Barclays schon seit grob 2017. Als ich noch Student war, wollten sie mir keine Kreditkarte geben, da hatte ich ja kein festes Einkommen. Die Karte von Barclays war damals sehr attraktiv, sie hatte keine Gebühren für Bezahlen in EUR und auch keine für das Abheben von Bargeld. Man konnte auch einstellen, dass der komplette Betrag abgebucht werden soll (revolving card) und nicht nur langsam bei hohen Zinsen getilgt werden soll (charge card).

In einer neueren Version der Karte haben sie dann die revolving Option abgestellt, man musste immer per Hand ausgleichen. Daher war die dann nicht mehr attraktiv. Jetzt haben sie das wohl wieder verbessert, weil der Druck im Markt da ist. Ärgerlich sind allerdings die Kosten für das Zahlen in Fremdwährung, da zahle ich gut 2 % des Umsatzes. Und inzwischen ist das unnötig, weil es Karten gibt, bei denen das nicht der Fall ist.

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Falschparkerhotspots an der Siegburger Straße

Die Siegburger Straße in Bonn ist eine wichtige Verbindung für Radfahrende zwischen Beuel-Mitte, Beuel-Ost und Bechlinghoven, Holzlar, Sankt Augustin. Auf der nördlichen Seite ist ein Gehweg mit »Fahrrad frei«, auf der südlichen Seite ein Schutzstreifen. Weil damals der nördliche Gehweg in beide Richtungen mit dem Fahrrad freigegeben war, und es auf der Fahrbahn rau zugeht, fahren die meisten Leute weiterhin auf dem Gehweg in beide Richtungen. Mehr dazu im Artikel über die Siegburger Straße und dem Artikel über das Ende des Schutzstreifens.

Auf dieser wichtigen Straße gibt es direkt drei Falschparker-Hotspots nur innerhalb von Beuel-Ost. Am schlimmsten sieht es dann so aus:

Da ist ein kleiner Supermarkt, und die Leute parken einfach immer direkt vor der Tür. Einen richtigen Parkplatz hat der Supermarkt nicht, und in der Nebenstraße ist nicht immer Platz. Und die Leute wollen ja immer »nur mal kurz« etwas einkaufen. Dass dies eine wichtige Verbindung für den Radverkehr ist, scheint denen ziemlich egal zu sein.

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Verwirrender Seitenwechsel über B 56

Radwege werden häufig so angelegt, dass beide Fahrtrichtungen auf der gleichen Straßenseite sind. Das hat den Vorteil, dass man Platz spart und mehr Platz für Fahrstreifen hat. Der Nachteil ist allerdings, dass man regelmäßig die Straßenseite wechseln muss. So auch in Beuel-Mitte entlang der B 56. Dort kommt man hier an:

Wie geht es jetzt weiter? Geradeaus scheint nicht vorgesehen zu sein.

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Rockschutz Selbstgebaut

Wir haben ein Fahrrad von Kalkhoff, und anscheinend war bei der Entwicklung dieses Fahrrades keine Person involviert, die Kleider trägt. Die Hinterradbremse ist, wie bei Felgenbremsen üblich, an der Strebe zwischen Sattel und Hinterradnabe angebracht. Dummerweise kann ein weiter Rock dort gegen den Reifen kommen und wird dann vom Laufrad in die Bremse gedrückt. Diese verheddert sich, es gibt schwarze Streifen auf dem Rock und im schlimmsten Fall stürzt man. Für Hollandräder gibt es spezielle Seitenpanele, die man dort einhängen kann. Jedoch haben die nur eine Aussparung für ein Schloss, nicht für eine Bremse. Kalkhoff hat da nichts im Sortiment. Man ist dann also aufgeschmissen.

Ich habe dann einfach im Baumarkt Gummischnur gekauft und versucht ein Netz damit zu spannen. Nicht wirklich schön, tarnt sich aber hinreichend.

Und seit dem hing auch kein Rock mehr in der Bremse. Warum Kalkhoff kein derartiges Zubehör in einer Produktreihe anbietet, die mit tiefem Einstieg explizit Frauen mit Röcken als Zielgruppe hat, ist mir schleierhaft.

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Mittelfinger auf Umweltstreifen

Auf einer Radtour zu zweit kamen wir in Hürth an der Hans-Böckler-Straße vorbei. Diese hat einen Umweltstreifen. Das ist ein Busfahrstreifen, der für den Radverkehr freigegeben ist. Dieser ist auch komplett mit absolutem Halteverbot versehen.

Die entsprechenden Bodenmarkierungen werden auch regelmäßig wiederholt. Man kann das einfach nicht übersehen. Und trotzdem hat der Fahrer dieses BMW sich gedacht, dass man da doch »nur mal kurz« gegen die Fahrtrichtung parken könnte. Wahrscheinlich wollte der etwas im Kiosk kaufen.

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Siegtal Pur 2022

Einmal im Jahr, wenn nicht gerade Pandemie ist, wird am ersten Sonntag im Juli die große Straße im Siegtal für den Kraftverkehr gesperrt. Und dann kann man dort gut 100 km mit dem Fahrrad auf feinstem Asphalt fahren, ohne von Autos bedrängt zu werden. Auf der Webseite von Naturregion Sieg steht zu der Aktion:

Die Naturregion Sieg – einen Tag ganz für euch

Erlebt den autofreien Sonntag „Siegtal pur“!

Zusammen mit dem 9-EUR-Ticket (plus Fahrradkarte für 2,85 EUR) sind wir dann mit der Bahn bis nach Siegen gefahren. Dort angekommen, hatten wir eine ganz freie Bundesstraße, nur für Radfahrer:innen und alle anderen, die dort ohne Kraftfahrzeug sein wollten.

Das ganze wurde mit breiter Unterstützung von Polizei, Technischem Hilfswerk, diversen Rettungsdiensten und Feuerwehr begleitet. Regelmäßig standen Einsatzfahrzeuge mit Ersthelfer:innen, die bei dem heißen Wetter auf die Sicherheit der Teilnehmenden geachtet haben.

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