Einträge über Verkehr (Ältere Einträge, Seite 43)

Seit ungefähr 2015 nehme ich meine Umgebung beim Radfahren nicht mehr als gegeben hin, sondern als etwas, das man politisch und verwaltungsrechtlich verändern kann. Beim Rad-Dialog der Stadt Bonn 2017 habe ich mich kräftig engagiert, die Eingaben verschwanden aber alle in einer Schublade. Das hat mich geärgert, und ich habe mir andere Wege gesucht, Verbesserungen für den Radverkehr zu erwirken.

Inzwischen bin ich Aktiver im Radentscheid Bonn, Mitglied im ADFC und versuche als unabhängiger Bürger die Verwaltungen verschiedener Städte zur Umsetzung geltendem Rechts zu bringen. Darüber hinaus versuche ich ein Bild einer inklusiven Verkehrswende zu gestalten, bei der jede Person frei mobil sein kann und echte Wahlfreiheit des Verkehrsmittels kommen wird.

Die Artikel sind mit Schlagworten nach den Städten und Stadteilen organisiert sortiert, in denen ich aktiv bin. Besonders hilfreich ist auch die Karte mit Artikeln, mit der man Artikel direkt nach geografischem Bezug finden kann.


Gepäck im Fußraum des Autos

Autos werden gerne genutzt, um Lasten zu transportieren. Und dafür sind sie auch scheinbar sehr praktisch. Schaut man den Leuten allerdings mal zu, wo sie ihre Lasten verstauen, kann einem das aber merkwürdig vorkommen. Beim Fitnessstudio sehe ich immer wieder Leute, die ihre Sporttasche entweder auf dem Beifahrersitz, in dessen Fußraum oder hinter dem Fahrersitz in den Fußraum packen.

Zum Transport von Lasten ist doch eigentlich der Kofferraum da. Warum stellen die Leute ihre Dinge dann in den Fußraum, der eigentlich für Füße da ist? Bei den meisten Autos sind die Kofferräume so groß, dass kleine Gepäckstücke dort einfach nur herumpurzeln würden. Also jene Gepäckstücke, die auch locker in einen Rucksack oder eine Fahrradtasche gepasst hätten. Da es im Kofferraum meist keine Unterteilung oder Möglichkeiten zum Festziehen gibt, stellt man die Dinge dort hin, wo sie nicht weit herumrollen können. Der Fußraum hat genau die richtige Größe dafür.

Dann sind Kofferräume auch noch unpraktisch. Die hintere Autotür hat man schneller geöffnet als die Kofferraumklappe. Insbesondere das Schließen ist nervig gegen die Federn. Selbst wenn man ein Auto mit elektrischer Heckklappe hat, muss man ziemlich lange warten, bis man da an sein Gepäck kommen kann. Limousinen sind hier etwas besser als Kombis, da ist die Klappe etwas weniger schwer.

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Überweg mit fehlender Gegenseite

In Vilich-Müldorf habe ich diese tolle Konstruktion gefunden:

Was soll das bitte sein? Also da ist eine Aufpflasterung um die Geschwindigkeit zu reduzieren. Mit der Lücke auf der anderen Seite könnte das eine Fußgängerfurt sein. Aber dann wäre man ja hier vorne im Matsch. Soll man da mit dem Auto einbiegen? Dafür ist der Kurvenradius zu klein.

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Experimentelle Umweltfahrstreifen am Hermann-Wandersleb-Ring

Vor etwas über einem Jahr schrieb ich zum geplanten Umweltstreifen am Hermann-Wandersleb-Ring. Ich hielt das damals für keine so überzeugende Lösung. Aber nun wurde das vor ein paar Monaten umgesetzt. Das Presseecho war gar nicht mal so negativ. Einige Autofahrer*innen würden sich nicht daran halten, schrieb sogar der General-Anzeiger. Nun habe ich mir das selbst einmal vor Ort angeschaut und bin eher schockiert und finde das sehr unübersichtlich, unsauber umgesetzt und vom Gesamtkonzept her fragwürdig.

Fangen wir an der Kreuzung mit der Provinzialstraße und der Rochusstraße an. Dann sehen wir den Umweltfahrstreifen (Busfahrstreifen mit Fahrradfreigabe), daneben ein regulärer Fahrstreifen.

An sich erstmal okay, das Prinzip geht an der Oxfordstraße gut auf. Ein fragwürdiges Detail ist, dass der Gehweg weiterhin für den Radverkehr freigegeben ist. Für das Experiment haben sie aber wohl die Zeichen nicht entfernt. Vielleicht aus Arbeitsersparnis, vielleicht aber auch, weil sie von dem Umweltstreifen selbst nicht überzeugt sind.

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Fahrradparkplatz im Wald ohne sinnvolle Anschließmöglichkeiten

In Erftstadt-Liblar habe ich im am Waldrad diesen Wanderparkplatz gefunden. Das ist einfach eine Kiesfläche für die Autos. Das reicht da auch aus, die muss man auch nicht anschließen. Für die Fahrräder haben sie einfach so eine Umzäunung aus Holz gemacht, das ganze hat die Größe von vielleicht 1,5 Autoparkplätzen. Und dann noch ein Zeichen 1022-10 »Fahrrad frei« dazugepackt, weil es sonst ja niemand als Fahrradparkplatz erkennen würde.

Dort kann man sein Fahrrad irgendwie an das Holz anschließen, wirklich sicher ist das dann allerdings nicht. Und viele Fahrräder passen dort nicht hin. Besser wären sinnvolle Anlehnbügel.

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Aufsteller auf dem Radweg

Das Brückenforum in Beuel ist direkt an der Kennedybrücke gelegen. Auf und um die Brücke ist die Radverkehrsführung generell bescheiden, dann kommt noch das Parkleitsystem als Hindernis und danach dann eine zu kleine Verkehrsinsel. Als wäre das nicht genug, ist gegenüber vom Brückenforum auch noch eine Ladezone, bei der die Zuliefer*innen dann immer den Radweg kreuzen müssen. Um ihre Arbeit sicherer zu gestalten, hatten sie dann eine Warntafel aufgestellt:

Die macht es allerdings noch unübersichtlicher und enger, provoziert noch mehr Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr.

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Radweg plötzlich ohne Nutzungspflicht

In Köln-Porz gibt es entlang des Linder Mauspfades einen baulich getrennten Radweg. Der ist auch soweit okay. Nur irgendwann hört die Nutzungspflicht auf und wird zu einem Nutzungsrecht.

Von der Anlage her wird der Weg dort sogar noch besser, der ist da nämlich asphaltiert und nicht mehr mit Betonsteinen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum die Nutzungspflicht da nicht mehr gilt.

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