Einträge über Traffic (Ältere Einträge, Seite 9)

Seit 2010 bin ich auf fast jedem Weg mit dem Fahrrad gefahren. Meine Zivildienststelle war in der Bonner Innenstadt, und ich musste nach jedem Arbeitstag auf den Venusberg raus. Nach ein paar Wochen ging es dann richtig leicht und meine Reichweite hat sich seitdem immer weiter erhöht. Heutzutage mache ich immer noch alle meine Fahrten mit dem Fahrrad bei jedem Wetter.

Ich mag Tagestouren mit dem Rad, die längste war bisher die zur Hohen Acht. Auch mag ich Radurlaube wie den, den ich in Utrecht & Holland 2018 gemacht habe.

Neben dem sportlichen Aspekt interessiere ich mich sehr für Verkehrspolitik und nachhaltige Mobilität. Ich bin Mitglied im ADFC und versuche, mich an der an der Bonner Verkehrspolitik zu beteiligen. Um zu sehen, wie die Fahrradinfrastruktur aussehen könnte wie, habe ich Reisen nach Utrecht & Holland 2018, København (2018) und Groningen (2019) unternommen.

Die meisten Beiträge in dieser Kategorie sind auf Deutsch, da ich versuche, eher eine lokale Zielgruppe auf die Unzulänglichkeiten der Fahrradinfrastruktur hier aufmerksam zu machen. Gelegentlich wird es auch einen englischsprachigen Artikel geben.

Die Artikel sind mit Schlagworten nach den Städten und Stadteilen organisiert sortiert, in denen ich aktiv bin:

Dann sind die Artikel auch noch mit den Behörden verschlagwortet, die ich kontaktiert habe:


Ordnungsamt Sankt Augustin

Die Telefonnummer für die Leitstelle des Ordnungsamtes in Sankt Augustin ist nicht einfach zu finden, aber immerhin habe ich jetzt eine.

In Bonn ist es ganz einfach, das Ordnungsamt zu erreichen. Mit den Suchbegriffen »Ordnungsamt Bonn« kommt man direkt zur Webseite der Leitstelle und der Telefonnummer 0228-773333.

Das ist in Sankt Augustin nicht so einfach. Sucht man nach »Ordnungsamt Sankt Augustin«, findet man eine Webseite mit Anschrift aber ohne Telefonnummer. Ich habe noch weiter hin und her gesucht, aber nichts gefunden. Also habe ich bei der Polizeiwache in Sankt Augustin angerufen (02241-5413321). Dort hat man mich an die allgemeine Nummer der Stadt weitergeleitet (02241-2430).

Und bei der Stadt hat hat man mich zu einem Herrn verbunden, der dafür zuständig sein soll (02241-243341). Den konnte ich auch erreichen und er hat auch einen Einsatz für das Ordnungsamt gebucht. Falls ihr also die Nummer sucht, hier ist sie!

Hass gegen Radfahrer:innen

Die Reaktionen auf eine getötete Radfahrerin, den Umgang der Polizei mit gefärdend geparkten Fahrzeugen an der gleichen Stelle und die Reaktion eines Polizisten lassen in einen tiefen Hass gegenüber Radfahrer:innen blicken.

Im Straßenverkehr scheinen die negativen Emotionen bei vielen Leuten ziemlich nah an der Oberfläche zu sein. Man fühlt häufig die Aggressivität und Wut, insbesondere wenn das Wetter schlecht ist. Leute sind gestresst und nicht bereit etwas Geduld aufzubringen.

Generell scheint es viele Autofahrer:innen zu geben, die auf Twitter oder Facebook ihren offenen Hass gegenüber Radfahrer:innen zur Schau stellen. Man kann ja durchaus andere Ansichten bezüglich Verkehrspolitik haben. So kann man mehr Autobahnen, mehr Fahrspuren und mehr Parkplätze fordern. Man kann es schlecht finden, wenn Fahrspuren in exklusive Radwege umgewandelt werden. Man kann den Wegfall von Parkplätzen bedauern. Ich sehe das alles anders, aber das ist okay. Mit manchen Leuten kann man diskutieren. Manche Leute haben ihre Meinungen nicht durchdacht, fordern weniger Autos, wollen ihres aber nicht hergeben.

Jetzt gab es in Berlin mal wieder einen Unfall, eine Radfahrerin wurde getötet. Das ganze passierte auf der Frankfurter Allee. Dort gibt es einen Radfahrstreifen, der auf einer ehemaligen Fahrspur aufgemalt worden ist. Autofahrer:innen sehen das als Eingriff in »ihren« Raum, vergessen dabei aber, dass er ihnen vorher gar nicht exklusiv gehört hatte. Auf den Fahrstreifen hätten die ganzen Zeit vorher auch Radfahrer:innen fahren dürfen. Weil die Autofahrer:innen aber nicht die nötige Rücksicht an den Tag gelegt hatten, wurde dieser Raum den Radfahrer:innen exklusiv zugesprochen. Am Unfalltag parkte mal wieder jemand ein Auto auf diesem Radweg. Die Radfahrerin wich auf die anderen Fahrstreifen aus und wurde von hinten totgefahren.

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Siegradweg bei Hennef

Die Radroute entlang der Sieg führt in Hennef um einige Ecken. Dabei ist die Beschilderung inkonsistent und irreführend. Ich zeige eine Fotostrecke entlang der Route und habe auch nochmal den Kontakt zur Stadt Hennef gesucht.

Bei der Satire-Sendung Die Anstalt haben sie ja regelmäßig eine Tafelnummer, bei der bei Claus von Wagner ganz aufgebracht die Verstrickungen von irgendeinem Skandal präsentiert und Max Uthoff beschwichtigt oder das ganze neoliberal verklärt. Die machen das derart häufig, dass sie sich inzwischen schon in der Sendung gegenseitig aufziehen, dass jetzt wieder eine Tafelnummer kommt. Und genauso ist es hier wieder Zeit für einen meiner typischen Artikel: Kartenausschnitt mit Nümmerchen, Fotostrecke und Kommentare. Ich brauche noch einen coolen Namen dafür. »Karten-Nummer« klingt nicht so fetzig, ich bin für Vorschläge offen.

Also dann erstmal die Karte von Open Street Map. Dort ist die offizielle Radroute in pink eingezeichnet.

Und da gibt es mal wieder einiges an Chaos. Inzwischen bin ich von Hennef ziemlich ernüchtert. Man kann sich mal alle Posts zu Hennef anschauen und einen Eindruck gewinnen.

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Kinder- und Autolärm

Autolärm macht krank und reizbar. Vielleicht wird Kinderlärm nur deshalb so störend empfunden, weil die Nerven durch Autolärm schon blank liegen.

Aktuell wohne ich an einer Einfallstraße, da fahren also relativ viele Leute mit dem Auto in den Ort rein oder raus. Alle paar Sekunden hört man ein Auto vorbeifahren. Einige Zimmer haben ihr Fenster zur Straße raus, man hört auch durch die geschlossenen Fenster den Lärm. Und es zermürbt einfach. An manchen Tagen merke ich, wie mich der Lärm besonders belastet und ich davon dünnhäutiger werde. Machen andere Leute dann noch Lärm, zum Beispiel Leute aus anderen Wohnungen im Haus oder spielende Kinder, nervt mich dieser Lärm nochmal mehr.

Der Unterschied ist aber, dass mir der Lärm aus den anderen Wohnungen oder dem Garten vermeidbar scheint. Es ist etwas, wo ich hingehen und etwas sagen könnte. Ich könnte die Kinder anpampen, dass sie leiser spielen sollten. Ich könnte zur Nachbarin gehen und sie bitten doch die hohen Schuhe in der Wohnung auszuziehen. Gegen den Autolärm kann ich aber nichts machen. Die Autofahrer sind sofort wieder weg, nicht greifbar. Und es kommen immer wieder neue vorbei. Manche lassen auch ihre Motoren noch aufheulen, weil sie sich und ihr Auto präsentieren möchten. Man spürt den Mangel an eigener Wirkweite.

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Todesfalle Haltestelle UN-Campus

Die Bahnhaltestelle UN-Campus ist eine gefährliche Fehlplanung für Radfahrer:innen. Eine Bilderstrecke.

Zum UN-Klimagipfel im November 2017 wurde die Bahnhaltestelle UN-Campus eröffnet. Für den Gipfel hielt dort sogar einmal der ICE, jetzt ist das nur noch eine Haltestelle für die Regionalbahnen hier.

Bei der Planung hat man anscheinend die Radfahrer komplett vergessen, in mehrerlei Hinsicht:

  • Mangel an Fahrradabstellanlagen
  • Scharfe Kurven
  • Ungesicherte Treppen

Die Treppe ist einfach der Knaller. Man kommt dort auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg an, dieser ist ungefähr so breit wie die Treppe. Man sieht die Stufen aus der Entfernung nicht wirklich. Steht man direkt davor, sieht das so aus:

Am Handlauf kann man erkennen, dass dort wohl eine Treppe ist. Wenn man etwas weiter zurück geht, dann muss man schon genauer hinschauen.

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Parken in der Max-Bruch-Straße

In der Max-Bruch-Straße in Endenich wird seit Jahren illegal auf dem Gehweg geparkt, das Ordnungsamt der Stadt Bonn duldet dies. Als Begründung wurde das Ausbleiben von Beschwerden genannt. Außerdem glaube man, dass die Restbreite immer ausreichen würde. Das Gegenteil ist der Fall.

Heute war ich nochmal in Endenich, ich habe mir die Max-Bruch-Straße nochmal angeschaut. Das ist so eine typische Anwohnerstraße, bei der auf beiden Seiten der Gehweg von Autofahrer:innen annektiert worden ist.

Dort steht kein Zeichen 315, man darf dort überhaupt nicht auf dem Gehweg parken. Die verbleibende Gehwegbreite ist auch sehr gering.

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Strafverfahren wegen Nötigung

Im letzten halben Jahr hatte ich ein Strafverfahren wegen Nötigung gegen jemanden laufen. Das wurde inzwischen eingestellt und ich habe für die Zukunft noch ein paar Dinge lernen können.

Im November 2020 fuhr ich mit dem Fahrrad in einer Einbahnstraße, die zu eng zum Überholen mit Sicherheitsabstand ist. Daher fuhr ich mittig auf der Fahrbahn. Der Autofahrer hinter mir schien mich mit Fernlicht dränglen zu wollen, an der nächsten Kreuzung hat er nach links ausgeholt und mich überholt. Danach schien er nach rechts in meine Spur zu ziehen und mich zu schneiden.

Vor Schreck habe ich geschrien, dann war ich ziemlich wütend. Ich wollte den Fahrer noch stellen und habe daher vehement gegen sein Autofenster getrommelt, als er kurz darauf im stockenden Verkehr warten muss. Er ist dann ausgestiegen, ich spürte einen Griff am Arm. Wenige Sekunden später war ich auch schon wieder auf dem Rad und bin geflüchtet. Mir ist nichts passiert, ich war nur sehr geladen.

Das ganze wollte ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich hatte zufällig auch ein Video von dem Überholvorgang auf der Kamera. Also habe ich das bei der Polizei NRW online angezeigt und Strafantrag gestellt. Der bearbeitende Polizist hat sich von mir noch das Video geben lassen, den Beschuldigten vernommen. Dieser hat dann eine Gegenanzeige wegen (m.M.n. erfundener) Beleidigung gestellt.

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Radverkehrsführung am Ortseingang von Hennef

Am Ortseingang von Hennef endet der linksseitige Radweg, man muss mithilfe einer Ampel auf die andere Straßenseite. Dort geht aber kein Radweg weiter, man muss sich irgendwie durchmogeln.

Und direkt der nächste Artikel über furchtbare Fahrradinfrastruktur. Diesmal am Ortseingang von Hennef, von Stoßdorf kommend. Ich wollte eigentlich was anderes in Hennef noch dokumentieren und bin mal nicht an der Sieg entlang gefahren. Da habe ich direkt das nächste Ding entdeckt, über das ich hier berichten möchte.

Man fährt also auf dem linksseitigen Radweg entlang der Landstraße Frankfurter Straße, und dann ist der Radweg am Ortseingang zu Ende.

Tja, dann wechseln wir wohl mal besser auf die andere Straßenseite.

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Radverkehrsführung Frankfurter Straße in Buisdorf

In Buisdorf ist die Radverkehrsführung Richtung Stoßdorf nicht klar und erst nach Suche ersichtlich. Ich dokumentiere das Chaos und schicke der Stadt Sankt Augustin eine Anfrage bezüglich Verbesserungen.

Früher bin ich mit dem Fahrrad meist an der Sieg entlang gefahren, an der Mündung angefangen und dann irgendwo so bei Hennef war dann auch genug. Aber jetzt möchte ich auch mal weiter in diese Richtung, also versuche ich auch schneller nach Hennef zu kommen. So habe ich eine Route durch Buisdorf geplant. Das ist einer der Ortsteile von Sankt Augustin. Falls ihr, wie ich vor einem Jahr, das rheinische Dehnungs-I nicht kennt: Man spricht das »Buusdorf« aus.

Die Führung geht entlang der Frankfurter Straße, der Landstraße einmal quer durch. Das ist also so ein Ort, der um eine schnurgerade Durchgangsstraße gewachsen ist. Für mich scheint das nur eine Schlafstadt zu sein, aber vielleicht tue ich dem Ort damit auch Unrecht. Jedenfalls ist die Radverkehrsführung nicht die oberste Priorität gewesen, so wie in Sankt Augustin generell. Zur Orientierung wie immer die Karte von Open Streep Map:

Die einzelnen Stationen werde ich im Text noch aufgreifen.

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Kleine Anfrage zum Gehwegparken beim Land NRW

Es gab eine Kleine Anfrage zum Gehwegparken an die Landesregierung von NRW. Darin scheint eine eher politische Meinung mit mir unschlüssiger Begründung gegeben zu sein. Die Landesregierung fühlt sich nicht zuständig, sieht kein großes Problem mit schmalen Rest-Gehwegen (≥ 1 m) und will auch nichts vereinheitlichen.

Die Saga zum Gehwegparken geht weiter. Ich hatte ja schon bei der Bezirksregierung nachgefragt, und dort war es sehr ernüchternd. Arndt Klocke, Abgeordneter der Grünen im Landtag NRW, hat parallel eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Inzwischen liegt die Antwort vor. Ich werde aus beiden zitieren und ein bisschen kommentieren.

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