Posts about Miscellanea

One has to have a catch-all category for everything else, right? So this is it. Here you can find articles about cycling, traffic policy, education and other things that come to my mind.


Hygienetheater

Im Bereich der Sicherheit gibt es das Konzept des Sicherheitstheaters. Das sind Maßnahmen, die an der objektiven Sicherheit nichts verbessern, dafür aber die gefühlte Sicherheit ansprechen. Ein Beispiel sind die Metalldetektoren in der U-Bahn in Beijing. Da geht man durch den Detektor durch, es piepst, und man wird einfach weitergewunken. Es bringt absolut nichts an Sicherheit, aber die Leute fühlen sich kontrolliert und irgendwie sicher.

Aktuell haben wir mit den Maßnahmen zur SARS-CoV-2 Pandemie teilweise ganz ähnliche Muster. Mein Stand ist, dass die Verbreitung hauptsächlich über Aerosole funktioniert. Die Infektion über Schmieren ist eher untergeordnet. Somit ist das beste natürlich Kontakt vermeiden. Als nächstes dann die Alltagsmasken, damit man einfacher weniger Aerosole verteilt. Und ordentlich Händewaschen.

In der Umsetzung ist das dann aber gar nicht mehr so einfach. Erschreckend viele Leute tragen ihre Maske nur über dem Mund. Die Leute haben wohl einfach nicht verstanden, wozu das gut sein soll. Natürlich kommen Aerosole aus der Lunge auch durch die Nase. Dann gibt es noch so Idioten, die ihre Maske zum Sprechen oder gar Niesen/Husten abnehmen. Spricht man Leute darauf an, sind sie genervt. Klar ist das lästig. Ja, meine Brille beschlägt auch ständig.

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Kommunalwahl NRW 2020

06:00 klingelt der Wecker. Inzwischen geht das ziemlich gut. Um 06:30 wollte ich Brötchen holen. Draußen stellte ich aber fest, wie kalt es war. Also nochmal hoch. Und vor dem losfahren fiel mir noch ein, dass meine Alltagsmaske fehlte. Also ein zweites Mal hoch.

Um 06:37 stellte ich verärgert fest, dass die Bäckerei Klein Sonntags erst später öffnet. Dann schaute ich doch besser nach, bevor ich jetzt zum nächsten Bäcker fahre. Gruhn? Nein. Voigt? Nein. Kamps? Ja! Also um 06:47 Ankunft dort. Aus dem Ladenlokal kam gerade ein für Poppelsdorf typischer Kunde und ging zu seinem in zweiter Reihe, leicht versetzt zu einem freien Parkplatz, geparkten Mercedes SL. Der Herr setzte sich in sein mattgraues Auto, deaktivierte den Parkblinker und erfreute alle bis zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch schlafenden Anwohner mit dem markanten Motorgeräusch des 63ers. Parallel dazu suchte ich nach einer freien Fahrradabstellanlage. Fast alle Stellplätze für KFZ und Fahrräder waren belegt, wohl durch Anwohner. So muss man sich auch nicht wundern, wenn die ganze Laufkundschaft immer in zweiter Reihe parken muss.

Auf dem Rückweg sprach mich noch jemand an, der an einer Bushaltestelle saß, fragte ob ich etwas Zeit für ihn hätte. Hatte ich nicht, aber man sieht wieder, wie kommunikativ man auf dem Fahrrad doch ist. Dem Herrn in dem lauten Auto wäre dieses Lerngeschenk wohl entgangen.

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Characters in “Count Zero”

I just finished reading “Count Zero” by William Gibson. It is the second part of the “Sprawl” trilogy, the first book is “Neuromancer”. I eventually realized that the sheer number of characters is a bit overwhelming for me. So I decided to take notes. There are three story lines going on, and I will list the characters roughly in their order of appearance.

The following graph contains the interactions between the characters. One can neatly see the three story lines that eventually merge.

The actual character descriptions will likely spoil the novel, so be sure to only continue reading if you really want.

It was really interesting to have three separate story lines that only merged at around 70 % of the book. I anticipated that the merging would be really cool, but I got a bit disappointed because not so much actually happened afterwards.

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Selling Mortgages as Retirement Funds

If you have a finance background, you may call this obvious and call me naive for realizing so late. But maybe you also did not know before. There are a couple of naive assumptions I had about money, and bringing them all together formed quite an abyss to look into. There are three parts to it.

First part: I assumed that all money would be backed by the central bank. So a local bank could not invent money. They would have to have people bring in their hard-earned cash and put it into a (say 10 year) fixed-term deposit. Then other people would request a mortgage and the bank would take a portion of the savings money and lend it to these other people. This scheme only works because the fixed-term deposit cannot be accessed in that time. The lender pays a large interest, the bank pays a small interest to the saver and keep the difference itself. From this difference they would pay the salaries of employees and take the risk of default (people not paying).

The reality is that local banks just invent their own book money and only like 10 % of the money needs to exist for real (as central bank backed money). So the amount of credit that a bank can give to customers is not limited by the amount of money that people have in their fixed-term saving accounts, but it is a large multiple of all money, even including checking accounts. This means that the bank would break if only a fraction of the people would cash out. Additionally there is money from investors into the bank, so the saving accounts may be only a small fraction of the real money that the bank holds. For investment banks there might even be no saving accounts at all.

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Stellenanzeige ohne Ortsangabe

Ich suche nach Jobs in Bonn und näherer Umgebung. Also habe ich auf Indeed einen entsprechenden Filter:

Das scheint aber nicht sinnvoll zu funktionieren. Ich bekomme dann so tolle Angebote wie dieses hier:

Da ist also in den Metadaten der Ort mit NRW angegeben. Technisch gesehen ist NRW auch im Umkreis von Bonn verfügbar. Nur Essen liegt da halt nicht. Und so geht es dann weiter mit diversen Stellenanzeigen, deren Ort sogar einfach nur falsch ist:

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Electronic Thermostats

My landlord has fitted all heating radiators with electronic thermostats, namely the Honeywell Rondostat. They can be programmed with two temperatures (cold and warm) and two time intervals per day where it should be on the warm temperature. Usually one does weekdays in the morning and evening, and weekend from morning until nighttime. They measure the temperature and adjust the valve accordingly.

This is quite nice and likely saves a lot of heating. Most importantly one can just come home and find the rooms to be in the warm or cold setting that one wants.

These things have two major drawbacks though: Open window detection and batteries. The automatic detection of open windows sounds quite nice, just open the window and the very cold air will tell the thermostat to shut off. In reality I let it turn off a few minutes before I open the windows. And when I have closed them, I want it to start heating right away. But it usually won't let me, assuming that the window is still open because it is so cold now. Basically one has to wait five minutes before it starts heating again. Good intentions, but it actually hurts more than just doing nothing special would.

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Cross-Posting von Stellenangeboten

Aktuell schaue ich nach Jobangeboten. Es gibt da einen Haufen Webseiten, die Stellenangebote haben. Mit denen hier hatte ich schon Kontakt:

  • LinkedIn
  • Xing
  • Stepstone
  • Monster
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Joblift
  • Glassdoor
  • Indeed

Aktuell schaue ich meist auf LinkedIn. Dort findet man immer wieder Stellenangebote, die einfach nur miserabel formatiert sind. Offensichtlich wurden die einfach von einer anderen Plattform kopiert und nicht weiter angepasst. Wohl irgendwie automatisiert per API auf LinkedIn gerotzt.

Aber gut, die Stelle klingt ganz interessant, also wollte ich dem trotzdem eine Chance geben. Also habe ich einmal auf »Bewerben« geklickt. Dann landete ich bei Joblift, noch einem weiteren Portal. Dort war der gleiche zusammenkopierte Text, den ich schon kannte.

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Identitätsverifikation mit Personalausweis-Scan

Es gibt immer wieder Situationen, bei denen man seine Identität im Internet nachweisen muss. Dafür braucht man also irgendwie ein Ausweisdokument, was auch digital funktioniert. In Deutschland haben wir dafür den elektronischen Personalausweis (ePA), der irgendwelche Zertifikate enthält. Mit einem geeigneten Lesegerät kann man damit seine ganze Identität oder nur sein Alter gegenüber einem Dienst verifizieren.

Klingt alles super, nur leider unterstützt fast niemand den ePA wirklich. Die Software läuft nur unter Windows und macOS; Linux ist mit unter 5% Marktanteil willkürlich ausgenommen, obwohl das Teil mit C++, Qt und CMake programmiert ist. Jedenfalls hat fast niemand so ein Lesegerät, und man muss den ePA für die breite Masse wohl einfach als gescheitert ansehen.

Gängige Verifikationsmethoden sind dann Hochladen von Ausweiskopien, Postident oder Videoident. Bis auf Postident ist das alles ziemlich bekloppt. Im realen Leben muss ich den Ausweis haben, und natürlich mit dem Passbild übereinstimmen. Bei Postident ist das genauso, da muss ich den haben. Wenn ich Videoident mache, muss ich den Ausweis auch haben und entsprechend aussehen. Das ist beides okay, wobei über das Smartphone nicht unbedingt alle Sicherheitsfeatures korrekt zu sehen sind. Durch Schwenken des Ausweises und Winken mit der Hand vor dem Gesicht ist das immerhin so halbwegs okay. Jedoch bindet beides Personal und dauert auch viel länger, als wenn man das einfach mit einem Lesegerät macht. Zudem man für das Lesegerät noch die Pin wissen muss, also hat man hier zwei Merkmale.

Ausweiskopien sind aber wirklich das letzte. Wenn ich eine bei Dienst A hochlade, was hindert Dienst A dann daran sich gegenüber Dienst B mit meiner Kopie »auszuweisen«? Ich kann auch auf meinem Rechner die immer gleiche Ausweiskopie an alle schicken. Es ist also weder haben noch wissen, was man hier braucht.

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Photochromic Lenses Suck

A few years ago I needed to get new prescription lenses into my glasses. As this usually cost around 200 EUR and I did not want to spend much more money on separate sunglasses, I have tried out photochromic lenses. These have a chemical component which darkens under UV light such that it automatically block out excess sunlight.

At least that is the theory. The problem is that they get triggerd by UV light, not brightness. So when there is shade on the glasses, they won't darken. Take the following example, where I was on a walk and had sun from the right side. You can see how the shadow of the frame has left a brighter line diagonally through the glasses. Also the left part of the lens is not as dark because it was under my hat.

When you turn around, you have partial sunglasses, which suck. Then car windows block the UV light but not the bright visible light such that the chemical compound does not trigger and one is left with regular classes. That also sucks.

So although they might seem appealing, they just totally suck.

Reflections on Private Tutoring

This likely will be my last season of tutoring high school and university students. The final exams for the high school are coming up next week. I thought that it might be a good time to look back and reflect on those years.

I have started with tutoring already while I was in high school. At the beginning I would teach material that I just had learned myself shortly before. According to the four stages of competence this was just after crossing from conscious incompetence to conscious competence. I would recall pretty exactly what knowledge I lacked, which experiences were needed to understand. This made me a reasonable tutor for my peers.

Later on during university studies I did tutoring as an university employee and also on the side as a private tutor. In both cases I have eventually worked mostly with university students. In general university students are self-motivated and really want to understand the material at hand. Sometimes they just want to pass a course, sometimes they want to build a foundation that lasts longer. High school students on the other hand are usually not as conscious about their future as university students and seem to be a more motivated by their exam scores than with building a foundation. Of course, there are school subjects that one just has to bear with until graduation and already knows years in advance that they are not going to pursue a future into these directions. I certainly had those subjects and did not too well in them as I just lacked the motivation that drove me in physics and mathematics.

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