Posts about Miscellanea (old posts, page 3)

One has to have a catch-all category for everything else, right? So this is it. Here you can find articles about cycling, traffic policy, education and other things that come to my mind.


Tipps für neue Studenten

Hier sind einige Tipps, die vielleicht bei Beginn des Studiums helfen können.

Theoretische Physik

Im ersten Semester hat man nur Experimentalphysik aber noch keine theoretische Physik. Wenn im ersten Semester also das Gefühl hat, dass einem Experimentalphysik nicht so ganz liegt: nicht verzweifeln. Im zweiten Semester gibt es dann theoretische Physik, die deutlich anders ist.

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Reihenfolge an neuer Kasse

Im Supermarkt beobachte ich häufiger folgendes Spiel: Es ist nur eine Kasse offen, einige Kunden haben ihre Einkäufe auf das Band gelegt, weitere Kunden haben noch nicht ausgepackt und stehen dahinter.

Liebe Kunden, wir öffnen Kasse 2 für Sie!

Und schon rennt derjenige, der als letztes an der ersten Kasse steht zur zweiten Kasse und legt da sein Zeug auf das Band. Dann trudeln die anderen Kunden ein, die Reihenfolge an der zweiten Kasse ist dann letztlich nach umgekehrter Wartereihenfolge.

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Rechtsfreie Räume

Seitens der Politik hört man immer wieder, dass es keine rechtsfreien Räume geben darf. Dann frage ich mich, warum eigentlich die vielen Möglichkeiten dann nicht ausgenutzt werden?

Die Exekutive hat so viele Möglichkeiten eingeräumt bekommen:

  • Zugriff auf die Fotos der Personalausweise. Damit kann man mit Gesichtserkennung feststellen, wer wo war.

  • Die Maut-Brücken auf der Autobahn können Kennzeichen lesen. Damit lassen sich Autos gut verfolgen. Die EU plant wohl eine Maut, die per GPS-Tracker abgerechnet werden soll. Damit wird dann noch mehr gehen.

  • Mobiltelefone kann man über die Funkzellen orten und ziemlich genau einer Person zuordnen. Da man Prepaid-Karten jetzt nur noch mit Ausweis und Angabe der korrekten Daten machen kann, ist die Lücke auch gestopft.

  • Geheimdienste überwachen die Internetknoten.

  • Neuerdings darf auch WhatsApp überwacht werden. Den Bundestrojaner haben sie auch neu aufgelegt.

  • Vorratsdatenspeicherung wurde auch wieder eingeführt. Da gibt es jetzt noch ein paar Kinderkrankheiten mit der juristischen Formulierung, aber das wird schon.

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Anti-Patterns in Presentations

I've seen a lot of presentations and given a couple ones myself. There are a lot of things I have to work on with my own speaking style. This article is intended to share the patterns that I have identified and work on myself.

Perhaps you first want to read the following lists which contain thoughts from a way more experienced speaker.

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Abstract vs. Teaser

Teasers in newspapers are supposed to whet the appetite for the story. In some cases they are click bait to trick users into loading more advertisements. Scientific abstracts should tell the reading whether it is worth reading at all, allowing the researcher to cover more material in an efficient way.

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Ultimate Gaming Nickname

It is not easy to find a nickname that is well respected in online gaming. It is even harder to find a "logo" that really expresses yourself. After a little survey of cool names I managed to use LaTeX to make the ultimate "H4ck0r" gamer-tag:

Mean Free Thinking Time

In physics, there is a concept of a "mean free path length", system administrators know the "mean time between failures" (MTBF). The physics terms means the average length that gas atoms can move before they hit another gas atom. When there is a high density of gas atoms, this path length will be rather short. Only with sufficient dilution the length will be in order order of the container size.

The MTBF of hard drives is the time one has before a drive has to be replaced, on average. Here of course a higher MTBF is a good thing.

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Das fernsehzentrierte Wohnzimmer

Ich bin sicher in den USA etwas beschädigt worden, wenn es um das Verhältnis zum Fernsehen geht. Dort liefen immer drei Fernseher den ganzen Tag. In der Küche stand einer davon. Und beim Essen saß man im Halbkreis um den kleinen Fernseher herum und hat sich irgendwas angeschaut, was da gerade im Kabelfernsehen so lief. Im Keller gab es noch einen Raum nur zum Fernsehen.

Der einzig freie Platz am Küchentisch war der, der fast direkt vor dem Fernseher war. Da wollte natürlich keiner hin, weil man von da aus nichts sieht. Den habe ich dann bekommen. Und eigentlich fand ich das ganz gut, weil ich dann nicht Fernsehen schauen musste. Aber irgendwie waren die anderen häufig mit Gucken beschäftigt, so dass man sich nicht so optimal unterhalten kann.

Das ist natürlich so eine Sache, wie man aufwächst, vielleicht. Der Fernseher meiner Eltern steht in einem Schrank, den man nur öffnet, wenn man auch Fernsehen schaut. Somit ist nicht alles darauf ausgerichtet. Viele Wohnzimmer, die ich kenne, sind eigentlich nur so eine Art Kinosaal.

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Suche im Bibliothekskatalog

Beim Suchen bin ich inzwischen den Komfort und die Intelligenz von Google gewöhnt. Man wirft da irgendwas rein und es kommen eigentlich immer sinnvolle Treffer heraus. Ganz anders sieht das bei der Suche der Bibliothek hier aus. Da sucht man dann nach Autor und Titel und findet diverse Dinge.

Man findet zum einen das Buch in diversen Auflagen. Die sind aber nicht zusammengefasst sondern werden einem wild durchmischt mit den Auflagen anderer Bücher präsentiert. Das ist nicht so sonderlich hilfreich. Teilweise wäre ich dankbar eine alte Auflage zu bekommen, wenn die neueren Auflagen alle ausgeliehen sind.

Dann findet das Ding auch Bücher, die es zwar in der Welt so gibt, aber die Bibliothek überhaupt nicht hat. Das sieht erstmal nach Treffern aus, jedoch stellt sich dann heraus, dass es dafür gar keinen Bestand gibt. Dann schaut man noch vier andere Auflagen durch und stellt fest, dass die Bibliothek nichts davon hat. Auch nicht per Fernleihe. Aha, und warum steht das dann überhaupt im Katalog drin?

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Oberflächliche Werbung

Von Werbung bekomme ich einigermaßen wenig mit. Fernsehn schaue ich nie aktiv, Radio höre ich nicht. Im Internet habe ich einen Blocker. Da bleibt vor allem die Plakatwerbung. Und da sehe ich in letzter Zeit nur extrem oberflächliches Zeug.

Vielleicht liegt es daran, dass inzwischen das Marketing von der restlichen Entwicklung, Produktion und Verkauf getrennt ist. Früher war das anders. Daher müssen sich die Werbeagenturen irgendwie etwas ausdenken, was aber mit dem Produkt nichts mehr zu tun hat. Oder es liegt daran, dass die Produkte eigentlich gar keine sind.

Beispiel bei den Zigaretten. Da gibt es so tiefgehende Slogans wie:

Will the world know your name?

Warum ist Werbung in Deutschland jetzt in Englisch? Ist das cool? Ist das hip? Vielleicht möchte man damit auch die junge Generation ansprechen. Die, die noch nicht körperlich süchtig nach Krebsstängeln sind.

Neben dem Slogan sitzt ein verhipsterter Typ. Wenn die junge Generation damit angesprochen werden soll, so zielt es vielleicht genau auf den Konflikt der Pubertät: Wie kann ich dazugehören und gleichzeitig individuell sein? Damit „die Welt" den Namen kennt, soll also Rauchen helfen. Wäre das nicht die Botschaft, hätte sie nichts mit Zigaretten zu tun.

Schlussfolgerung soll also sein, dass man mit Rauchen bekannt wird. Die Welt erfährt, wer man ist, wenn man die Kippen kauft und sich die Gifte in seinen Körper saugt. Wenn man sich freiwillig in diese Sucht gibt, dann glaubt man sicher auch, dass es einen bekannt macht. Was für ein Schwachsinn.

Ein anderer Slogan bei den Zigaretten ist

Don\'t be a maybe.

Ähm, was soll das denn sein? Wahrscheinlich geht es nicht um das Maybe Monad in Haskell. Muss man ein klares Ja-Wort zum Rauchen abgeben? „Sag mir, dass du die Sucht annimmst und an dein Lebensende behältst. Sag mir, dass du jeden Tag eine Schachtel Sondermüll in dich reinziehst, deine Kleidung und dein Atem stinkt und nie aufhörst."

Mir fällt das da eigentlich ganz einfach. Wenn ein „Vielleicht" nicht erwünscht ist, kann ich gerne „Nein" sagen. Ist nicht schwer. Jetzt bin ich kein „Maybe". Oh ja, ich fühle mich jetzt gut!

Ansonsten gibt es noch den hier:

You decide.

Toll. Man könnte auch „Du kannst lesen." auf ein Schild schreiben. Wäre ähnlich aussagekräftig. Wahrscheinlich soll es einreden, dass man es täglich selbst in der Hand hat, sich für oder gegen das Rauchen zu entscheiden. So, als hätte man gar keine Sucht, sondern das ganz bewusst unter Kontrolle. Und dann ist es ja nicht mehr schlimm.

Aber mal weg von den Krebsstängeln. Bei McFit habe ich ein Schild vor einer Filiale gesehen:

McFit. Einfach gut aussehen.

Das richtet sich also genau an diese oberflächlichen Leute, die nur ins Fitnessstudio gehen, damit sie von vorne am Oberkörper besser aussehen. Das sind dann auch immer die, die vollkommen bescheuert trainieren. Dicke Muskeln sind nicht direkt beweglich. Mir ist es wichtiger, beweglich zu sein, als irgendwie wie ein unproportionaler Schrank auszusehen. Im Slogan ist nichts davon, nur das Aussehen.

Man kann das jetzt verschieden lesen:

  • Nicht groß anstrengen, einfach gut aussehen.
  • Einfach gut aussehen ohne Kompromisse.
  • Einfach gut aussehen ohne Parkplatzsuche, seltsamen Óffnungszeiten oder wenig Filialen.

Aber eigentlich sehe ich da nur: „Boa Alter, geh\' mir nicht mit Technik oder Beweglichkeit oder so Kram auf den Geist, ich will einfach gut aussehen.". Und genau das wird die Zielgruppe dort sein.

Bei Autos ist es teilweise auch ziemlich furchtbar. So gibt es den hier:

200 PS und nicht groß darüber reden

Bei 200 PS fühle ich mich ja direkt richtig männlich. Damit kann ich auf der Autobahn so richtig zeigen, wo der Hammer hängt. Und das mit einem Familienauto, wo es eigentlich keiner erwartet. Das ist ein Wolf im Schafspelz. Wirklich clever, sowas muss ich haben.

Allerdings steht man damit doch genauso im Stau, wie mit allem anderen auch. Viele Autobahnen sind wegen Straßenschäden auf 120 begrenzt. Mit einem langen Familienauto findet man auch noch schwerer einen Parkplatz. Also letztlich ist das alles ziemlich unpraktisch. Aber immerhin klingt es erstmal richtig männlich.

Ansonsten gibt es so eine Computerfirma, die damit wirbt, dass ihre Rechner „alles können, was Du für Dein Studium brauchst". Das mag ja für einen Studiengang stimmen, in dem man nur so Soft-Science macht. Ich kann allerdings nicht so recht verstehen, wie man als Physiker ernsthaft mit einem Mac arbeitet. Das machen aber erstaunlich viele. Jetzt in der Praktikumsauswertung habe ich gesehen, dass die Leute mit dem Mac echt am schlimmsten dastehen. Programme wie GNU Octave, Python + SciPy oder Gnuplot sind ziemlich schwer zu installieren. GNU Octave installiert einfach eine virtuelle Maschine mit Linux, wo Octave schon installiert ist. Da muss man nichts mehr zu sagen.

Aber gut, dass man einen völlig überteuerten Rechner gekauft hat, mit dem man dann doch weniger machen kann.

Kurzum: Werbung scheint wirklich den Bodensatz der Unwissenden abschöpfen zu wollen. Der Rest ist vielleicht einfach resistent gegen Werbung?