Posts about Miscellanea (old posts, page 2)

One has to have a catch-all category for everything else, right? So this is it. Here you can find articles about cycling, traffic policy, education and other things that come to my mind.


Das fernsehzentrierte Wohnzimmer

Ich bin sicher in den USA etwas beschädigt worden, wenn es um das Verhältnis zum Fernsehen geht. Dort liefen immer drei Fernseher den ganzen Tag. In der Küche stand einer davon. Und beim Essen saß man im Halbkreis um den kleinen Fernseher herum und hat sich irgendwas angeschaut, was da gerade im Kabelfernsehen so lief. Im Keller gab es noch einen Raum nur zum Fernsehen.

Der einzig freie Platz am Küchentisch war der, der fast direkt vor dem Fernseher war. Da wollte natürlich keiner hin, weil man von da aus nichts sieht. Den habe ich dann bekommen. Und eigentlich fand ich das ganz gut, weil ich dann nicht Fernsehen schauen musste. Aber irgendwie waren die anderen häufig mit Gucken beschäftigt, so dass man sich nicht so optimal unterhalten kann.

Das ist natürlich so eine Sache, wie man aufwächst, vielleicht. Der Fernseher meiner Eltern steht in einem Schrank, den man nur öffnet, wenn man auch Fernsehen schaut. Somit ist nicht alles darauf ausgerichtet. Viele Wohnzimmer, die ich kenne, sind eigentlich nur so eine Art Kinosaal.

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Suche im Bibliothekskatalog

Beim Suchen bin ich inzwischen den Komfort und die Intelligenz von Google gewöhnt. Man wirft da irgendwas rein und es kommen eigentlich immer sinnvolle Treffer heraus. Ganz anders sieht das bei der Suche der Bibliothek hier aus. Da sucht man dann nach Autor und Titel und findet diverse Dinge.

Man findet zum einen das Buch in diversen Auflagen. Die sind aber nicht zusammengefasst sondern werden einem wild durchmischt mit den Auflagen anderer Bücher präsentiert. Das ist nicht so sonderlich hilfreich. Teilweise wäre ich dankbar eine alte Auflage zu bekommen, wenn die neueren Auflagen alle ausgeliehen sind.

Dann findet das Ding auch Bücher, die es zwar in der Welt so gibt, aber die Bibliothek überhaupt nicht hat. Das sieht erstmal nach Treffern aus, jedoch stellt sich dann heraus, dass es dafür gar keinen Bestand gibt. Dann schaut man noch vier andere Auflagen durch und stellt fest, dass die Bibliothek nichts davon hat. Auch nicht per Fernleihe. Aha, und warum steht das dann überhaupt im Katalog drin?

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Oberflächliche Werbung

Von Werbung bekomme ich einigermaßen wenig mit. Fernsehn schaue ich nie aktiv, Radio höre ich nicht. Im Internet habe ich einen Blocker. Da bleibt vor allem die Plakatwerbung. Und da sehe ich in letzter Zeit nur extrem oberflächliches Zeug.

Vielleicht liegt es daran, dass inzwischen das Marketing von der restlichen Entwicklung, Produktion und Verkauf getrennt ist. Früher war das anders. Daher müssen sich die Werbeagenturen irgendwie etwas ausdenken, was aber mit dem Produkt nichts mehr zu tun hat. Oder es liegt daran, dass die Produkte eigentlich gar keine sind.

Beispiel bei den Zigaretten. Da gibt es so tiefgehende Slogans wie:

Will the world know your name?

Warum ist Werbung in Deutschland jetzt in Englisch? Ist das cool? Ist das hip? Vielleicht möchte man damit auch die junge Generation ansprechen. Die, die noch nicht körperlich süchtig nach Krebsstängeln sind.

Neben dem Slogan sitzt ein verhipsterter Typ. Wenn die junge Generation damit angesprochen werden soll, so zielt es vielleicht genau auf den Konflikt der Pubertät: Wie kann ich dazugehören und gleichzeitig individuell sein? Damit „die Welt" den Namen kennt, soll also Rauchen helfen. Wäre das nicht die Botschaft, hätte sie nichts mit Zigaretten zu tun.

Schlussfolgerung soll also sein, dass man mit Rauchen bekannt wird. Die Welt erfährt, wer man ist, wenn man die Kippen kauft und sich die Gifte in seinen Körper saugt. Wenn man sich freiwillig in diese Sucht gibt, dann glaubt man sicher auch, dass es einen bekannt macht. Was für ein Schwachsinn.

Ein anderer Slogan bei den Zigaretten ist

Don\'t be a maybe.

Ähm, was soll das denn sein? Wahrscheinlich geht es nicht um das Maybe Monad in Haskell. Muss man ein klares Ja-Wort zum Rauchen abgeben? „Sag mir, dass du die Sucht annimmst und an dein Lebensende behältst. Sag mir, dass du jeden Tag eine Schachtel Sondermüll in dich reinziehst, deine Kleidung und dein Atem stinkt und nie aufhörst."

Mir fällt das da eigentlich ganz einfach. Wenn ein „Vielleicht" nicht erwünscht ist, kann ich gerne „Nein" sagen. Ist nicht schwer. Jetzt bin ich kein „Maybe". Oh ja, ich fühle mich jetzt gut!

Ansonsten gibt es noch den hier:

You decide.

Toll. Man könnte auch „Du kannst lesen." auf ein Schild schreiben. Wäre ähnlich aussagekräftig. Wahrscheinlich soll es einreden, dass man es täglich selbst in der Hand hat, sich für oder gegen das Rauchen zu entscheiden. So, als hätte man gar keine Sucht, sondern das ganz bewusst unter Kontrolle. Und dann ist es ja nicht mehr schlimm.

Aber mal weg von den Krebsstängeln. Bei McFit habe ich ein Schild vor einer Filiale gesehen:

McFit. Einfach gut aussehen.

Das richtet sich also genau an diese oberflächlichen Leute, die nur ins Fitnessstudio gehen, damit sie von vorne am Oberkörper besser aussehen. Das sind dann auch immer die, die vollkommen bescheuert trainieren. Dicke Muskeln sind nicht direkt beweglich. Mir ist es wichtiger, beweglich zu sein, als irgendwie wie ein unproportionaler Schrank auszusehen. Im Slogan ist nichts davon, nur das Aussehen.

Man kann das jetzt verschieden lesen:

  • Nicht groß anstrengen, einfach gut aussehen.
  • Einfach gut aussehen ohne Kompromisse.
  • Einfach gut aussehen ohne Parkplatzsuche, seltsamen Óffnungszeiten oder wenig Filialen.

Aber eigentlich sehe ich da nur: „Boa Alter, geh\' mir nicht mit Technik oder Beweglichkeit oder so Kram auf den Geist, ich will einfach gut aussehen.". Und genau das wird die Zielgruppe dort sein.

Bei Autos ist es teilweise auch ziemlich furchtbar. So gibt es den hier:

200 PS und nicht groß darüber reden

Bei 200 PS fühle ich mich ja direkt richtig männlich. Damit kann ich auf der Autobahn so richtig zeigen, wo der Hammer hängt. Und das mit einem Familienauto, wo es eigentlich keiner erwartet. Das ist ein Wolf im Schafspelz. Wirklich clever, sowas muss ich haben.

Allerdings steht man damit doch genauso im Stau, wie mit allem anderen auch. Viele Autobahnen sind wegen Straßenschäden auf 120 begrenzt. Mit einem langen Familienauto findet man auch noch schwerer einen Parkplatz. Also letztlich ist das alles ziemlich unpraktisch. Aber immerhin klingt es erstmal richtig männlich.

Ansonsten gibt es so eine Computerfirma, die damit wirbt, dass ihre Rechner „alles können, was Du für Dein Studium brauchst". Das mag ja für einen Studiengang stimmen, in dem man nur so Soft-Science macht. Ich kann allerdings nicht so recht verstehen, wie man als Physiker ernsthaft mit einem Mac arbeitet. Das machen aber erstaunlich viele. Jetzt in der Praktikumsauswertung habe ich gesehen, dass die Leute mit dem Mac echt am schlimmsten dastehen. Programme wie GNU Octave, Python + SciPy oder Gnuplot sind ziemlich schwer zu installieren. GNU Octave installiert einfach eine virtuelle Maschine mit Linux, wo Octave schon installiert ist. Da muss man nichts mehr zu sagen.

Aber gut, dass man einen völlig überteuerten Rechner gekauft hat, mit dem man dann doch weniger machen kann.

Kurzum: Werbung scheint wirklich den Bodensatz der Unwissenden abschöpfen zu wollen. Der Rest ist vielleicht einfach resistent gegen Werbung?

Die Geschichte mit den Datenhändlern

Vor einiger Zeit habe ich mal Post-Werbung von einem Vertrieb für Büromaterial bekommen. Mit denen hatte ich noch nie was zu tun, daher hat es mich etwas irritiert, woher die meine Adresse haben.

Also habe ich diese Firma mal angerufen und gefragt. Die Frau an der Hotline sagte mir, dass es die Werbesendung, die ich meine, in ihrem System gar nicht gibt. Aha. Per Email sagte man mir dann etwas davon, dass es die Sendung schon gibt. Meine Adresse würde man sperren. Auf meine Frage, woher sie die hatten, sagten die mir, sie hätten die von einem Adresshändler gekauft.

Den Adresshändler habe ich dann auch mal per Email angeschrieben und gefragt, woher die denn meine Adresse hätten. Außerdem habe ich darum gegeben meine Adresse zu sperren. Einige Zeit später bekam ich dann eine Antwort als Brief. Dort teilte mir die Firma auf mehreren Seiten mit, dass sie die Adresse von einem Großhändler hätte. Außerdem sei es vollkommen rechtmäßig, dass sie das tun und nannten ein paar Gesetzesstellen. Meine Adresse wurde auch da gesperrt.

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Die jederzeit pausierbare Unterhaltung

Diese ganzen Messenger wie WhatsApp oder Telegram sind schon etwas interessantes. Es gibt zwei Arten der nicht-persönlichen Kommunikation, die deutlich unterschiedlich sind: Telefonanruf und Briefe.

Ein Telefonanruf ist immer synchron. Beide Partien sind dabei und die ganze Zeit anwesend. Der Fokus liegt zu einem guten Teil auf dem Gespräch, der Rest beim Autofahren, in der Wanne liegen oder ähnlichem. Allerdings bekommt man auf eine Frage ziemlich direkt eine Antwort.

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Immer schlechtere Sprachqualität

Es wird immer einfacher mit Leuten über Sprache in Kontakt zu treten. Ganz früher hatte man nur den persönlichen Kontakt. Abgesehen von Treffen in lauten Umgebungen ist die Sprachqualität da optimal.

Dann kam irgendwann das Telefon im Hausflur. Da kann ich nichts über die Qualität sagen, das hatte ich nie erlebt. Das normale Telefon, das man im Wohnzimmer hatte, klang eigentlich ganz vernünftig. Also alles mit Kabeln und analoger Technik.

DECT

Dann fing es an zwar komfortabler zu werden jedoch anstrengender. Die DECT-Telefonen (die normalen schnurlosen zuhause) funktionieren immer schlechter, je weiter man von der Basisstation weg ist. Heizungsrohre und Wasserleitungen stören auch wieder, Stromkabel natürlich auch. Immer wieder hatte ich Gespräche wo die Gegenseite dann kurz in den Garten gegangen ist und man ein nerviges Rauschen drin hatte.

Der mit dem DECT-Telefon hat das dann auch drin. Das wird aber hingenommen, weil man während des Gesprächs dann einfach mal kurz in den Garten gehen kann. Das verstehe ich. Es ist nur als Gegenseite etwas nervig wenn die Qualität plötzlich stark abnimmt

Mobilfunk

Ähnlich ist es mit den tragbaren Handys. Die Qualität ist nicht so gut wie bei den analogen Telefonen gewesen. Weil es heute immer weniger analoge Telefone gibt, kann ich das gar nicht mehr so recht vergleichen. Mobilfunk klingt inzwischen wieder ganz in Ordnung, glaube ich.

Man hat aber auch da immer wieder Stellen mit schlechtem Empfang oder ganze Lücken. Das merkt man immer besonders dann, wenn man in der Bahn telefoniert. Das ist sehr nervig, weil man dann kein zusammenhängendes Gespräch führen kann.

VoIP am Rechner

Das schlimmste ist allerdings die Kommunikation über Dienste wie Skype, Wire, Google Handouts oder Team Speak. Dort sitzen die Leute an ihrem Rechner und nutzen die Ton Ein- und Ausgabe dort. Leider sitzt der Großteil mit Laptops da. Laptops haben schon Mikrofone und Lautsprecher eingebaut, also kann man die ja auch benutzen.

Die Mikrophone in meinem ThinkPad sind wenigstens über dem Display angebracht und so soweit möglich von Lüfter und Tastatur entkoppelt. In günstigeren Laptops sind die Mikrophone allerdings im unteren Teil verbaut. Klar, spart Kosten weil man das Kabel kürzer machen kann und nicht durch das Displayscharnier fädeln muss. Der Preis dafür ist jedoch, dass die Gegenseite den Lüfter sehr präsent hört. Alle Tastatureingaben klingen so wie wenn der Nachbar von oben mit seinen ganzen Freunden Stepptanz macht. Wenn die Hand dann das Mikrofon nicht verdecken kann man sogar noch die Stimme des anderen hören.

Und weil ein Laptop ja auch Lautsprecher hat, nutzt man die auch. Das führt dann entweder zu nervtötendem Echo oder richtig bösen Rückkopplungen.

Weil man aber weiter vom Mikrofon weg sitzt als die ganzen Störquellen (Lautsprecher, Lüfter, Tastatur) ist die Stimme das leiseste. Und wenn die Person den Kopf zur Seite dreht ist es ganz vorbei. Skype ist hier so hilfsbereit und dreht die Mikrofonverstärkung solange hoch bis ein Signal da ist. Das ist dann aber nur richtig lautes Lüfterrauschen.

Alle diese Dinge lassen sich mit einem günstigen Headset komplett lösen. Das Mikrophon ist in der Nähe vom Mund und die Sprache ist im Vergleich zu den Störquellen deutlich lauter. Bei entsprechender Regelung kann man die Sprache gut verstehen. Und hat man das Mikrofon direkt am Mund kann man die Sprache sogar wieder auf Lautsprechern ausgeben ohne dass es lautes Echo gibt.

Anscheinend ist es aber unglaublich schwer sich so ein Headset zu besorgen. Lieber nimmt man diese ganzen Qualitätseinbußen hin und führt ein Gespräch wo die Störgeräusche lauter sind. Das ist so als würde man sich in einer Disco zum Unterhalten treffen.

Dabei gibt es Headsets ab ab 5 EUR zu kaufen. Hat man keinen Mikrofonanschluss kann man sich auch eins mit USB kaufen, die funktionieren auch wunderbar.

Ich bitte also jeden, der mit mir über den Rechner telefonieren möchte, sich so ein Teil zu besorgen und zu nutzen. Meinetwegen mache ich auch eine Sammelbestellung, wenn man das Porto sparen möchte.

Master Physik in Bonn

Ich studiere ja in Bonn im Master of Science Physik Studiengang. Dort mache ich jetzt nur noch theoretische Physik. Das Problem dabei ist, dass man da mit der Regelstudienzeit eigentlich gar nicht hinkommt. Eventuell betrifft das Problem auch andere Städte. Es muss also nicht exklusiv für Bonn sein.

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Einkauf Aktuell

Die Geschichte fängt irgendwo im Wald an. Jahre oder Jahrzehnte wachsen dort die Bäume, bis sie irgendwann groß sind. Irgendwann werden die Bäume gefällt und aus dem Wald abtransportiert. LKWs und vielleicht Züge fahren die Bäume durch die Gegend, einige von ihnen werden zu einem Papierwerk gebracht. Dort werden die Bäume zu Papier verarbeitet. Das Papier kommt dann wieder in große LKW.

Parallel dazu wird irgendwo, vielleicht in einem Kriesengebiet, Öl gefördert. Das Öl wird mit Schiffen und Tanklastern nach Europa gebraucht. In einer Fabrik für Plastik wird dann aus dem Öl ganz dünne Plastikfolie hergestellt. Die Plastikfolie wird auf großen Rollen eingepackt und vielleicht mit LKW transportiert.

In der Nähe von Jülich legen die Schaufelradbagger immer mehr Erde frei, um noch mehr Braunkohle zu fördern. Hausbesitzer bekommen gesagt, dass sie umziehen müssen, weil der Stromkonzern gerne die ganze Kohle unter dem Dorf abbauen möchte. Die Kohle wird abgebaut und verfeuert, damit man Strom für die weiteren Schritte hat.

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