Einträge über Code & Zahlen (Ältere Einträge, Seite 35)

Recht früh habe ich begonnen mit Computern zu beschäftigen, die Physik kam dann auch dazu. Im Physikstudium habe ich mich auf die Schnittmenge spezialisiert, die Computerphysik. Viele Dinge nehme ich nun mit dem Blick eines Naturwissenschaflers und Softwareentwicklers wahr. Entsprechend sind die Artikel in dieser Kategorie über Programmiersprachen, von mir geschriebene oder genutzte Software, Physik, quantitative Untersuchungen von Finanzthemen und weitere Dinge dieser Art.

Meinen Code findet man auf GitHub, meine dummen Fragen auf Stack Overflow. Auf Physics Stack Exchange habe ich auch einige Fragen gestellt und beantwortet.

Meine wissenschaftlichen Artikel aus der Studienzeit findet man auf arXiv und ORCID.


Blogartikel im WhatsApp-Status

Neulich hatte ich aufgehört viele Dinge auf Twitter zu teilen. Und anstelle dessen habe ich kleine Momente eher per WhatsApp geteilt. Das ist aber auch einiges an Arbeit, und dann verschwinden die Inhalte auch wieder. Immer wieder bekam ich da Rückmeldungen, aber so richtig gut scheint das nicht zu sein. Da schicke ich lieber ausgewählten Personen einzelne Bilder, das ist dann auch persönlicher.

Was ich dann noch versucht habe ist einfach die Blogartikel auf WhatsApp zu teilen. Aber das bringt es einfach nicht so viel. Denn es wird als Text einfach nur der Link angezeigt, das ist richtig langweilig.

Und wenn man dann einmal tippt, dann geht ein kleines Fenster mit dem Bild und einem Ausschnitt des Textes auf.

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Neues Android-Tablet

Vor kurzem schrieb ich über das reaktivierte iPad und wie der Bildschirm einfach ein bisschen zu klein zum Lesen ist. Ich hatte schon angedeutet, eventuell ein neues Tablet zu kaufen. Und das hatte ich dann auch gemacht, den an sich ist mit Tablet auf dem Sofa sehr angenehm zu lesen, aber mit einem sehr alten und damals schon abgespeckten Tablet war das nicht so toll.

Früher waren mir Hersteller nicht so wichtig, allerdings wollte ich diesmal kein Produkt eines chinesischen Herstellers kaufen. Ich bin direkt bei Samsung gucken gegangen. Inzwischen verstehe ich auch die Marketing-Texte und Produktreihen viel besser, konnte mich also schnell bei der A-Reihe einordnen. Für die S-Reihe nutze ich die Sachen nicht intensiv genug. Und so ist es dann das Samsung Galaxy Tab A8 Wi-Fi geworden. Die Variante mit 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB Massenspeicher erschien mir etwas knapp, also habe ich die mit 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Massenspeicher genommen. 200 EUR waren dann überraschend günstig für ein Tablet.

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Anzahl Blogartikel pro Tag

Die Artikel hier im Blog schreibe ich immer phasenweise. Manchmal habe ich ganz viel zu schreiben, zum Beispiel nach einer langen Radtour oder einem Urlaub. Zu anderen Zeiten muss ich einfach arbeiten und es passiert nichts bewegendes. Früher habe ich Artikel veröffentlicht, wenn ich sie fertig geschrieben habe. Dadurch gab es an einem Wochenende dann zehn Artikel und unter der Woche nichts.

Wahrscheinlich ist es für Leser:innen am interessantesten, wenn jeden Tag ungefähr die gleiche Anzahl Artikel erscheint. Im letzten Jahr habe ich insgesamt 180 Artikel veröffentlicht, also habe ich es auf einen Artikel pro Tag beschränkt. Die Warteschlange wurde länger und kurzer, lief aber nie leer. Und so habe ich seit einigen Monaten jeden Tag einen Artikel veröffentlichen können.

Dann schrieb ich aber immer mehr Dinge, und war bei mehr als einen Artikel pro Tag, den ich schrieb. Die Warteschlange wuchs, und ich dachte über Priorisierung nach. Einige Artikel zu aktuellen Entwicklungen zu Verkehr sollten nicht an Relevanz verlieren, bis sie dran waren. Aber ich wollte auch keine Artikel immer wieder verschieben, bis auch die nicht mehr relevant waren. Ich habe akzeptiert, dass die Verzögerung einige Wochen betrug.

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Insel des Schnitters

Nach längerer Zeit ohne packendes Computerspiel habe ich aktuell Divinity Original Sin 2. Das ist ein Rollenspiel mit langer Geschichte, also genau der Typ interaktiver Film, den ich gerne spiele. Die Spielreihe gibt es wohl schon länger, und die Benennung ist kompliziert. Da dieses Spiel allerdings vor allen anderen in der Spielwelt spielt, spielt es keine Rolle, dass ich dieses Spiel der Spielreihe zuerst spiele.

Die Stimmen der Charaktere sind immer Englisch, die angezeigten Texte kann man aber in viele Sprachen umstellen. Ich habe Deutsch genommen. Das ist aber so schlecht übersetzt, dass es teilweise sogar das Spiel unmöglich macht.

Übersetzung von Spielen oder Software ist eine relativ schwere Aufgabe. Für Übersetzungen einzelner Sätze braucht man zum einen Kontext, also die Sätze davor und dahinter. Daraus kann dann ersichtlich werden, welche Geschlechter Personen haben. Aus »my friend is a doctor« alleine wird es nicht ersichtlich, ob es ein Arzt oder eine Ärztin ist. Dann braucht es noch Kontext um Mehrdeutigkeiten aufzulösen. Wenn man »this is a sentence« hat, dann könnte es ein Satz in einem Text sein, aber auch ein Urteil vor Gericht. Zuletzt gibt es Weltwissen, das nicht im Kontext oder zu übersetzenden Satz steckt. Dies wird besonders relevant, wenn man zum Beispiel ein Wortspiel oder -rätsel übersetzen möchte.

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Meinungsentwicklung zu kommerzieller Software

In den letzten 15 Jahren hat sich meine Meinung zu kommerzieller Software ziemlich geändert. Der Prozess war aber so kontinuierlich, dass mir erst neulich aufgefallen ist, wie stark die Veränderung gewesen ist.

Früher während der Schulzeit hatte ich nur begrenztes Taschengeld. Ich hatte auch nur begrenzte Möglichkeiten mir zusätzliches Geld zu verdienen. Dafür hatte ich aber viel Zeit. Somit war der Wert meiner Zeit gering. Ich konnte viel Zeit mit Frickelei verbringen. Und so war die Hürde mit Software zu kaufen sehr hoch, schließlich konnte ich mit Frickelei die Sachen irgendwie ans Laufen bekommen. Dazu kam ein Gemeinschaftsgefühl durch meine unbezahlten Beiträge im Bereich freier Software. Schließlich wäre es als Schüler schwer gewesen für ein bisschen Softwareentwicklung bezahlt zu werden.

Daraus hatte ich extrapoliert, dass auch öffentlich genutzte Software immer frei sein sollte. Der Staat sollte nicht Geld für proprietäre Software ausgeben, sondern freie Software einsetzen und wenn nötig sein Personal die noch fehlenden Dinge programmieren lassen. So würden alle davon profitieren und man wäre auch nicht einem Hersteller ausgeliefert.

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Reaktiviertes iPad

Einige Dokumente, die ich gerne lesen möchte, gibt es nur als PDF. Die kann man auf dem Kindle aber so schlecht lesen. Ich hatte damals mal ein Google Nexus 10 Tablet, das erste Android Tablet, das nicht total mies war. Aber das wurde mit der Zeit unbenutzbar langsam, blieb bei Android 5 stehen, der Akku war komplett durch und zuletzt löste sich auch noch das Gummi hinten auf. Ich hatte es dann entsorgt und einfach nur noch auf dem Laptop gelesen.

Wir hatten hier aber noch ein ähnlich altes iPad Mini (erste Generation) liegen. Das hatte ich mir jetzt einmal genommen und geschaut, was damit denn noch so gehen könnte. Zuerst musste es aber geladen werden, das wollte so gar nicht.

Aber dann wachte es irgendwann aus seinem langen Schlaf auf, und wir konnten es zurücksetzen.

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Homöopathie bei MaiThink X

Die Tage habe ich die Folge zu Homöopathie von MaiThink X gesehen. Moderatorin Mai Thi Nguyen-Kim ist Chemikerin und erachtet als Naturwissenschaftlerin die Homöopathie natürlich als ausgemachten Quatsch. Aber sie hat versucht sich auf die Aussagen einzulassen und diese dann gekonnt zu Widersprüchen geführt. Einige der Argumente fand ich so gut, dass ich hier noch einmal darüber schreiben möchte.

Die Grundidee bei Homöopathie ist, dass man den Wirkstoff immer weiter verdünnt. Dabei verdünnt (»potenziert«) man entweder um einen Faktor 10 (D-Potenz) oder Faktor 100 (C-Potenz). Eine Dosierung wie C30 wurde also 30-Mal um einen Faktor 100 verdünnt. Das bedeutet also eine Verdünnung um 60 Größenordnungen. Die Masse der Erde ist ungefähr 10²⁶ kg. Nimmt man wohlwollend an, dass das alles Wasserstoff ist, so hätte man ungefähr 10⁵³ Wasserstoffatome (Erdmasse geteilt durch Protonmasse). Selbst wenn man die komplette Erde an Globoli hätte, dann müsste man noch einmal einen Sechser im Lotto haben, damit da ein Wirkstoffmolekül dabei wäre. So viel Zucker kann man gar nicht essen.

Und natürlich erhöht man die Wassermenge nicht immer weiter, sondern man schüttet die Zwischenergebnisse weg. Allerdings, merkt sie in der Sendung an, enthält dieses Abwasser doch laut Homöopathie einen Wirkstoff. Man darf ja auch nicht echte Medikamente in Wasser auflösen und wegschütten, sondern das muss entsprechend gereinigt werden. Chemie- und Pharmakonzerne müssen ihr Abwasser entsprechend vorbereiten und dann schaut die Abwasserbehörde natürlich auch drauf. Sie haben im Rahmen der Sendung einmal nachgefragt, und bekamen von den Städten, in denen die Hersteller ansässig sind, eine Antwort. Da das Wasser ja durch Aktivkohle im Abwasserwerk gereinigt wird, besteht da kein Problem. Es sei in dem Wasser ja auch nichts drin. Aber Moment, sagt sie, die Wirkung von Homöopathie ist doch gerade nicht stofflich. Vielmehr ist es die Erinnerung des Wassers an den Wirkstoff. Und wie setzt man denn die Erinnerung des Wassers zurück? Da ist offensichtlich eine Regelungslücke.

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Cookie-Abmahnung bei Google Sites

Ein Bekannter und ehemaliger Webdesign-Kunde von mir hat seine Webseite inzwischen auf Google Sites. Dort hat er einen Baukasten, mit dem er ohne Code bearbeiten zu müssen seine Webseite editieren kann. Das klappt auch soweit alles gut, jedoch kam die Tage eine typische Abzocke-Abmahnung, weil auf der Webseite angeblich trotz Nutzung von Google Fonts kein hinreichend großer Cookie-Hinweis war.

Das ist verwunderlich, schließlich gibt es dort eine entsprechende Warnung, wenn ich mit einem privaten Tab auf die Webseite gehe:

Wenn ich mit meinem normalen Tab darauf gehe, dann sehe ich das nicht. Das Besondere ist nämlich, dass diese Webseite bei Google Sites direkt durch Google ausgeliefert wird. Und entsprechend kommt dieser Hinweis auch direkt von Google. Da ich ja bereits Google zugestimmt habe, brauchen sie das auf dieser Webseite nicht erneut abzufragen. Das erscheint mir ähnlich zu einer Seite bei Facebook, auf der der Autor der Inhalte auch nichts weiter machen muss, und Facebook sich um die Einverständniserklärung kümmert.

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JavaScript ist wie Parkett auf Teppich

In dem Buch1, das ich über JavaScript gelesen habe, stand explizit drin, dass man sich von den Merkwürdigkeiten fernhalten sollte und das schwache Typsystem nicht provozieren soll. Dann wäre es eigentlich gar nicht so schlimm. Davon konnte ich auch Abstand nehmen. Dass 2 * '2' dann 4 ergibt, aber 2 + '2' als Ergebnis '22' hat, ist halt so. Es gibt Konvertierungsregeln, und man sollte es halt lassen.

Nicht widerstehen konnte ich aber bei einigen Implementierungsdetails, die mich etwas fassungslos zurückgelassen haben. Zum Beispiel werden alle Zahlen, auch Integer, intern als Float-64 gespeichert. Das bedeutet, dass es einen Integer i gibt, ab dem i + 1 == i gilt, also die Präzision der Fließkommadarstellung nicht ausreicht. Man kann das mit diesem Code testen:

let i = 1
while (i + 1 != i) {
    console.log(i)
    i *= 2
}

Die Ausgabe ist die Zahl 9.007.199.254.740.992, bei der ist i + 1 == i. Das ist hoch genug für die meisten Anwendungen und hat ungefähr 52 Bit. Aber so richtig sinnvoll ist es dann auch nicht, immer diese Konvertierungen zu machen. Irgendwo muss nämlich auch gespeichert werden, dass es eigentlich ein Integer sein soll.

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Makroökonomie und Einzelschicksale

Wenn man den Kern von Kapitalimus und Kommunismus vergleicht, erscheint mir der Kapitalismus die offensichtlich bessere Idee. Das große Manko beim Kommunismus ist der fehlende Mechanismus zur Preisfindung. Es ist zwar schön, wenn das Politbüro für Dieseltreibstoff einen Preis von 1 EUR/Liter festlegt, nur ist überhaupt nicht klar, ob das Angebot dann zur Nachfrage passt. Im Fünfjahresplan kann eine Produktion einer bestimmten Menge Diesel vorgesehen werden. Aber was ist, wenn zu viel verbraucht wird, und einfach keiner mehr da ist? Dann ist die Tankstelle leer.

Im Kapitalismus hingegen würden alle Stellen entlang der Kette frei bestimmen, wie viel Treibstoff sie herstellen. Die Betreiberfirma der Tankstelle kann auch anhand vom Füllstand des Tanks festlegen, welchen Preis sie verlangen möchte. Und wenn dann eine Knappheit absehbar ist, dann steigen die Preise. Das funktioniert in zwei Schritten: Angebot (rot gestrichelt) und Nachfrage (grün durchgezogen) sind zuerst im Gleichgewicht. Dann kommt eine Angebotsverknappung, bei gleichem Warenumsatz werden höhere Stückpreise fällig. Die Nachfrage bricht ein und stabilisiert sich bei einem höheren Preisniveau und niedrigerem Warenumsatz.

Dies passiert immer, wenn die Nachfrage nicht zum Angebot passt. Die Preise steigen so lange, bis die Nachfrage hinreichend gesunken ist, um wieder zum Angebot zu passen. Das klingt erstmal total super, wenn da nicht die sonstigen Konsequenzen wären.

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