Zurück zu Android

Vor ein bisschen weniger als sechs Monaten habe ich mir ein Jolla Phone gekauft. Ich hatte damals durchaus das Gefühl, dass das richtig cool werden könnte. Zum Beispiel dass es mit C++ und Qt programmiert ist. Und die Gestensteuerung klang auch deutlich besser als die drei Schaltflächen am unteren Bildschirmrand.

Es hat mir auch gut gefallen, dass die ganze Software frei sein soll. Und dass ich meine Daten für mich behalten kann. Zum Beispiel ist dort CalDAV für Kalendersynchronisation direkt eingebaut, genauso wie ein XMPP Client. Das klingt einfach super.

Von Anfang an war klar, dass das Sailfish OS noch in der Entwicklung ist. Nun habe ich in den letzten Monaten nun leider doch viele Dinge gefunden, die nicht so gut funktionieren.

Aus dem Grund habe ich mir jetzt einfach wieder ein günstiges Android-Telefon bestellt.

Wahrscheinlich denken einige von euch so etwas wie „hab ich doch immer gesagt“. Manchmal muss man es halt ausprobieren :-).

Das Schlechte

Hier eine Liste mit Dingen, die mich momentan entsprechend stören.

Keine Widgets

Es gibt auf dem Homescreen keine Widgets. Die Übersicht mit den Benachrichtigungen kann das Wetter und die Termine des aktuellen Tages anzeigen. Jedoch kann man das nicht wirklich verändern. Auf meinen bisherigen Android-Geräten hatte ich das Kalenderwidget auf dem Homescreen und konnte so immer die Termine der nächsten Woche im Blick behalten.

Google Play Services fehlen

Jolla wirbt ja kräftig mit der Android-Unterstützung. Nur sind halt keine Google Mobile Services auf dem Gerät installiert, was sicher Lizenzgründe hat. Apps wie „DB Navigator“ oder „TextSecure“ brauchen die allerdings. Somit kann man erstere App noch so irgendwie nutzen, letztere möchte überhaupt nicht. Somit ist die Android-Unterstützung halt auch nur so rudimentär.

Zeitzonen mit CalDAV

Dieser Bug in CalDAV, dass die Zeitzonen nicht richtig funktionieren, frustriert mich sehr. Ein Kalender, in dem zufällig die Zeiten nicht stimmen, ist nicht so sonderlich hilfreich.

Neue Kalender erscheinen nicht

Ähnlich nervig ist folgendes: Wenn ich in ownCloud einen neuen Kalender erzeuge, kann ich den in meinem Desktopclient KOrganzier sehen. Der CalDAV Client aktualisiert die Liste der Kalender nicht. Man muss also das Konto löschen und wieder neu einrichten, inklusive der Passwörter. Diese kopiere ich zwar per QR Code auf das Telefon, aber das ist auch sehr nervig.

Vibrationsalarm nicht sinnvoll steuerbar

Ich hatte mal ein Sony Ericsson W810i. Das war eigentlich ein klasse Telefon zu der Zeit um 2006. Dort gab es jedoch nur zwei Modi: laut und lautlos. Den Vibrationsalarm konnte man dann wie folgt einstellen:

  • Immer Vibration
  • Vibration wenn lautlos
  • Nie Vibration

Das Problem ist jedoch, dass ich mein Telefon nachts gerne auf lautlos habe, zuhause laut und unterwegs mit Vibrationsalarm. Tja. Das ging da nicht.

Android hat alle diese drei Modi. Wunderbar. Und man kann sie einfach durch die Lautstärketasten ändern.

Nur das Jolla hat jetzt wieder diese Kopplung mit der extrem sinnvollen zusätzlichen Option, dass man die Vibration nur hat, wenn es laut ist. Die Option zum Umstellen ist auch noch recht tief in den Einstellungen, so dass ich das nicht dreimal am Tag umstellen möchte.

Emailprogramm und gesendete Emails

Ich verfolge die Inbox-Zero Strategie. Das heißt einfach nur, dass alles in meinem Posteingang zu erledigen ist und die erledigten Emails in einen anderen Ordner verschoben werden. Teilweise sende ich Emails auf die ich eine Antwort brauche, die möchte ich gerne im Blick behalten. Daher speichere ich gesendete Emails auch im Posteingang ab. Auf diese Weise habe ich auch komplette Konversationen direkt im Posteingang, so wie man es von Messengern kennt.

Thunderbird kann das, KMail kann das auch. K-9 Mail unter Android kann das auch. Der native Emailclient auf dem Jolla kann das nicht, dort kann man den Ordner für gesendete Emails nicht verstellen. Also habe ich die gesendeten Emails von Jolla in irgendeinem Order mit einem Namen, den die sich ausgedacht haben.

Keine Erweiterungen im Browser

Der Browser in Sailfish OS basiert auf Firefox. Das ist ja eigentlich ganz nett. Jedoch ist das Interface entsprechend eingeschränkt und man kann keine Plugins installieren oder das Sync benutzen. Lesezeichen auf Mobilgeräten einfügen ist allerdings ziemlich viel Handarbeit. Und eigentlich würde ich gerade auf meinem Mobiltelefon einen Blocker benutzen, der die ganzen datenhungrigen Animationen gar nicht erst lädt.

Bildschirmkante und Schutzfolie

Das hier bin natürlich ich selbst schuld. Ich habe das Telefon fallen lassen und es hat einen Sprung. Damit man nicht in dem Sprung hängen bleibt, habe ich da eine Schutzfolie draufgepackt. Die geht jedoch nur bis knapp an den Rand, so dass Gesten von der Bildschirmkante aus immer über die Kante der Schutzfolie gehen. Das ist ein bisschen nervig. Dafür kann Jolla aber nicht direkt etwas, das Glas selbst ist eigentlich wunderbar.

Apps aus Bastelstores

Unter Windows ist es ziemlich furchtbar, dass die ganzen Programm aus irgendwelchen Quellen kommen und ihre eigene Updatesoftware mitbringen. Das ist mit Windows 8 und dem Microsoft Store jetzt etwas besser, jedoch funktioniert das bisher auch nur für wenige Programme.

Zentrale Softwareverwaltung wie unter Linux ist schon verdammt praktisch, insbesondere für Updates. Auf den Mobilgeräten ist das Standard, dort gibt es Apples App Store und Android hat den Google Play Store. Auf dem Jolla gibt es den Jolla Store. Nur gibt es in dem halt sehr wenige Apps und schon gar keine Android Apps.

Möchte man also die ganzen Android Apps wie „Skype“, „DB Navigator“ oder so sogar freie Software wie „OsmAnd~“ benutzen, muss man sich einen anderen App Store wie „Aptoide“, „Yandex Store“ oder „F-Droid“ herunterladen. In keinem dieser Stores gibt es alles. Man bekommt da aber keine automatischen Aktualisierungen, weil diese Stores nicht so tief im System sitzen wie der Play Store auf Android. Daher muss man sich um die ganzen Apps aus den verschiedenen Stores kümmern wie um einen Tamagotchi. Dafür ist mit meine Zeit zu schade. Und außerdem fühle ich mich irgendwie wohler, wenn Google mir Updates liefert als irgendein Store aus Aptoide.

Zum Beispiel hier Firefox. Welche Version ist jetzt seriös?

../../_images/20151007193543.jpg

Notifications aus Android

Die Android-Apps sind nicht perfekt in das System integriert. Wie auch, das System ist ja ein wenig anders. Aus WhatsApp bekomme ich zum Beispiel Benachrichtigungen. Wenn ich diese dann antippe, geht aber nur manchmal die App auf. Und meistens geht dann auch nicht die richtige Konversation auf. Das ist auch unpraktisch. Ich bin mir nicht sicher, ob das auf richtigem Android besser klappt, aber ich gehe mal davon aus.

WPA2-Enterprise ohne Zertifikat

Meine Uni benutzt Eduroam, ein WLAN Netzwerk mit WPA2-Enterprise Authentifizierung. Das ist unter Android überhaupt kein Problem, man muss teilweise halt das Wurzelzertifikat der Telekom auf das Gerät packen. Das Schöne an dem System ist, dass sich jeder Nutzer mit seinem eigenen Benutzernamen und Passwort anmeldet und so die Verbindungen untereinander nicht abhörbar sind. In normalen WLANs mit geteiltem Schlüssel ist das der Fall. Daher habe ich auch ein extra WLAN für meine Gäste, damit die nicht munter meinen Datenverkehr abhören können.

Nun hat das Jolla allerdings keine Unterstützung dafür. Es gibt jedoch so ein RPM Paket, das man installieren kann (Roamer). Dann wird ein Symlink für eine Passwortdatei ins Heimatverzeichnis gelegt und man kann dann dort das Uni-Passwort im Klartext ablegen. Wenn man dann entsprechend das Netzwerk Eduroam anlegt, kann man in der Uni ins Netzwerk.

Der Haken ist jedoch, dass das Zertifikat nicht überprüft wird. Von daher könnte sich einfach jemand dazwischenschalten und den Verkehr am Ende doch noch mitlesen. Letztlich ist das ganze so deutlich unsicherer als mit Android.

Mein Uni-Passwort habe ich jetzt geändert. Dann muss ich die nächsten Tage im Forschungszentrum einfach über 4G ins Netz.

Zertifikate nur schwer hinzufügbar

Die ownCloud-Installation, die ich bisher für meinen Kalender und Kontakte benutzt habe, liegt auf Max’ Server. Der hat ein Zertifikat von CAcert, was jedoch nicht in den normalen Zertifikatsspeichern ist. Unter Android kann man zusätzliche Zertifikate einfach hinzufügen.

Um das CAcert Zertifikat einfügen zu können, musste ich auf der Kommandozeile richtig basteln und mir mehr über Zertifikate anlesen, als ich wirklich wissen wollte. Am Ende ging es dann, aber so richtig cool war das nicht.

Keine Schnelleinstellungen

Unter Android kann man recht schnell WLAN an- oder ausschalten, die LED als Taschenlampe aktivieren oder die Rotation sperren. Diese Dinge sind bei Sailfish OS recht mühsam in den Einstellungen vergraben, ich habe die nie wirklich umgestellt. Teilweise würde ich jedoch gerne die Rotation sperren, aber das ist mir dann zu mühsam.

Benachrichtigungen auf Sperrbildschirm

Auch bei gesperrtem Bildschirm sind die Benachrichtigungen immer kurz sichtbar. Dies ist bei Two-Factor-Authentifizierung eine schlechte Idee. Denn wenn ich eine Nachricht von Steam oder Telegram bekomme, wird ein Ausschnitt davon angezeigt. Bei Telegram ist dort definitiv der Code zu lesen. Somit braucht derjenige nur kurz auf mein Telefon zu schauen, wenn die Nachricht ankommt.

Bei Android kann man einstellen, ob man die Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm sichtbar haben möchte. Ich möchte zwar gerne sehen, welche Art Benachrichtigung es ist und wie viele, aber nicht, was drinsteht.

Kein Swipe in der Tastatur

Auf der Tastatur muss man alle Buchstaben einzeln tippen. Wenn man Swipe unter Android gewöhnt ist, so ist das recht mühsam. Das ist allerdings etwas, was in den Google Mobile Services drin ist.

Android ist irgendwie freier

Eigentlich klingt das merkwürdig. Aber Android ist in dem Sinne freier, dass Android ohne Google Mobile Services auch noch funktioniert. Zwar braucht man immer die unfreien Treiber der Hardware vom Hersteller, das ist leider bei Mobilgeräten komplizierter als auf dem Desktop.

Bei Sailfish OS ist die Silica Oberfläche jedoch unfreier Code. Das liegt sicher daran, dass Jolla das ganze noch verkaufen möchte. Jedoch ist das ganze dann halt nicht frei.

So kann man das eigentlich ganz gut visualisieren: Das Android Open Source Projekt hat an sich keine scharfen Kanten, es fehlen allerdings noch ein paar Dinge, damit es richtig rund läuft. Mit den Google Mobile Services ist es dann ein abgerundetes Paket. Sailfish OS basiert jedoch auf Mer, was alleine noch kein komplettes System mit Oberfläche ist. Das ist der freie Teil. Die Silica-Oberfläche ist unfrei und wird noch benötigt.

../../_images/frei.svg

Android kann man anscheinend wunderbar modden und auch Dinge in der Oberfläche ändern. Das geht mit Sailfish OS nicht. Vielleicht kommt das irgendwann noch.

Jedenfalls ist das Argument, dass Sailfish OS deutlich freier ist als Android damit etwas entkräftet.

Nur WLAN Tethering

Das Jolla unterstützt Tethering nur über WLAN, was natürlich nicht so sonderlich dufte für den Akku ist. Meine Android-Geräte, sogar das mit 4.0 unterstützen das Tethering über USB, so dass das den Akku vom Mobiltelefon deutlich entlastet.

Apps auf SD-Karte

Unter Android kann man einige Apps auch auf die SD-Karte installieren, wenn der interne Speicher nicht ausreicht. Beim Jolla hat man dazu einfach keine Option und kann die SD-Karte für irgendwelchen externen Daten benutzen.

Keine Bezahlmöglichkeit im Store

Für mich als Nutzer ist es nicht direkt schlimm, dass man im Jolla Store nicht bezahlen kann. Für Entwickler ist das allerdings ein Problem. Es gibt also keine finanziellen Anreize irgendwas für diese Platform zu entwickeln. Dies ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum man hier nicht sonderlich viele Apps sieht.

Benachrichtigungen überdecken Apps

Unter Android hat man die dedizierte Statusleiste. Kommt eine Benachrichtigung, nimmt diese kurz die ganze Statusleiste ein. Auf Sailfish OS 2.0 erscheint die jetzt überlagert. Damit überdeckt die allerdings auch Teile der App. Man muss warten, bis die Benachrichtigung verschwindet, denn Tippen öffnet die zugehörige App.

Natürlich ist das nicht anders lösbar, wenn man sich den Bildschirmplatz für die Statusleiste sparen möchte. Eigentlich finde ich das ohne Statusleiste nicht so schlecht, allerdings stört das schon.

Homescreen letztlich sinnlos

Der Homescreen zeigt benutzte Apps als Kacheln an. Das ist eigentlich als Anwendungsumschalter eine feine Sache. Bei Version 1 war die Reihenfolge noch „zuletzt benutzt“, so dass die zu letzt benutzte App ganz oben stand. Möchte man also wieder in die letzte App zurück, hat man sie immer in der ersten Zeile gefunden. Die Reihenfolge war allerdings nicht sonderlich stabil, was manchmal Suchen bedeutet hat.

Mit Version 2 ist die Reihenfolge nun auf „zuerst gestartet“ geändert. Wenn man dann 20 Apps gestartet hat, reichen die 9 pro Bildschirm nicht mehr aus und man muss scrollen. Möchte man zu der letzten App zurück, muss man diese erstmal finden.

Eigentlich sollte das ganze dadurch helfen, dass die Apps immer an der gleichen Stelle sind. Man kann die Reihenfolge auch manuell ändern. Nach einem Neustart des Telefons sind allerdings alle Apps wieder weg, man muss sie neu starten und neu sortieren. Da ich mein Handy jedoch immer mal wieder bei Klausuren neu starten muss, möchte ich da keine Zeit investieren.

Als Lösung habe ich jetzt erstmal die Apps in der Schublade nach Benutzungshäufigkeit sortiert. Das Problem ist jedoch, dass das Wechseln der App über diese Schublade einige Apps immer dazu bringt wieder auf deren Startseite zu wechseln. Skype ist damit doch irgendwie etwas überfordert. Aber Skype ist generell auf dem Telefon etwas überfordert.

Datenzähler ohne Reset

Den Datenzähler für die mobilen Daten muss man manuell zurücksetzen. Da der Vertrag in der Regel zu einem festen Tag im Monat zurückgesetzt wird, ist das nicht so nützlich. Bei Android kann man ab Version 4 da sogar den Stichtag einstellen und die Historie sehen.

LED nicht steuerbar

Die LED für Benachrichtigungen kann man über die Oberfläche überhaupt nicht beeinflussen. Es gibt die Möglichkeit über Konfigurationen auf der Kommandozeile, allerdings muss man danach mit systemctl --user den Dienst neustarten. Nicht so das richtige, wenn man nachts einfach dunkel haben möchte.

Leerzeichen nach Autovervollständigung

Wenn man ein Wort tippt und die Autovervollständigung annimmt, so wird das Wort entsprechend ausgeschrieben. Dahinter wird dann direkt ein Leerzeichen eingefügt. Wenn man das nächste Wort schreibt, ist das praktisch. Tippt man jedoch ein Satzzeichen, so ist da ein überschüssiges Leerzeichen drin. Man muss das per Hand dann löschen.

Unter Android wird das Leerzeichen erst eingefügt, wenn den nächsten Buchstaben tippt. So entsteht das Problem nicht.

Google Synchronisierung loggt sich aus

Durch den Fehler in den Zeitzonen mit CalDAV habe ich mal die Google Synchronisierung ausprobiert. Das klappte zuerst besser als über CalDAV. Jedoch meldet sich das Teil immer wieder ab und ich muss mich neu einloggen. Das ist ja auch nicht sinnvoll.

Snooze nicht einfach abschaltbar

Wenn ein Alarm klingelt, kann man ihn mit einer einfachen Wischgeste auf später verschieben. Ich mache das häufig, weil ich eventuell noch einmal einschlafe und den Wecker nicht verpassen möchte. Meistens stehe ich dann aber doch auf. Wenn ich einmal aufgestanden bin, möchte ich den Alarm dann abschalten. Dazu muss ich erstmal die Uhr-App öffnen und den Alarm einfach abschalten und wieder anschalten. Man hat keinerlei Rückmeldung, ob irgendwo noch ein Snooze aktiv ist.

Unter Android erscheint da einfach eine Benachrichtigung. Tippt man auf die, ist das Snooze aus.

Wecker nicht einfach sichtbar

Android zeigt den nächsten Alarm auf dem Sperrbildschirm an. Ist es erst Tage später, wird auch der Wochentag angezeigt. Ich bin schon mal am Wochenende nicht vom Jolla Phone geweckt worden, weil mein Arbeitstagwecker da natürlich nicht klingelt. Auf dem Sperrbildschirm ist einfach nur ein Weckersymbol, mehr nicht.

Bildschirmfoto braucht extra App

Um ein Bildschirmfoto zu erstellen braucht mein eine eigene App. Diese startet dann einen Countdown. In der Zeit muss man dann zur vorherigen App zurück und dann wird der Screenshot ohne weitere Rückmeldung gemacht.

Android hat hier einfach die normale [An/Aus] + [leiser] Tastenkombination.

Das Gute

Der Fairness halber noch ein paar Dinge, die mir bis jetzt gut gefallen haben.

Regelmäßige Updates

Jolla verteilt regelmäßig Updates für Sailfish OS. Es gibt momentan auch nur exakt ein Telefon, so dass das etwas einfacher ist. Man muss nur leider sagen, dass es halt auch noch viel zu Aktualisieren und Verbessern gibt …

Bei Android ist das ganze ziemlich furchtbar. Scheinbar zufällig ausgewählte Geräte erhalten Updates, andere nicht mehr. Immerhin kann man sich noch mit irgendwelchen anderen ROMs helfen, wenn man denn basteln möchte.

Linux mit Paketmanagement

Auf dem Telefon ist ein Linux mit RPM-Paketmanager installiert. So kann man sich einfach Programme wie Python nachinstallieren.

SSH Server

In den Entwickleroptionen gibt es eine Option um einen SSH Server zu aktivieren. Das ist wirklich sehr praktisch. Vor allem kann man dann so etwas wie Ansible benutzen, um dort Konfigurationsdateien zu ändern.

Keine Stagefright Lücke

Die Unterstützung für Multimedia basiert wohl auf GStreamer, so dass man sich hier nicht um die Stagefright Lücke kümmern muss, die das Android-Ökosystem momentan plagt. Aber es gibt dafür sicher andere Lücken, die noch nicht entdeckt worden sind. Von daher ist so etwas immer sehr relativ.

Aufwecken durch Doppeltippen

Wie bei einigen Android-Telefonen kann man das Jolla aufwecken, in dem man zweimal auf den Bildschirm tippt. Das ist ziemlich praktisch, wenn das Telefon auf dem Tisch liegt.

Wecker klingelt auch bei leerem Akku

Selbst wenn sich das Telefon abgeschaltet hat, weil der Akku schon leer ist, klingelt der Wecker. Das hat mich bei Android schon das eine oder andere Mal etwas frustriert.