Das Verbrennungsauto ist alternativlos

Ich bin ja echt froh, dass jetzt beim Dieselgipfel die Politiker unserer Regierung den Diesel jetzt nicht madig gemacht haben. Wo kämen wir auch hin, wenn mal als Dieselfahrer nicht mehr damit fahren darf? Das ist eine gute Gelegenheit, sich nochmal vor Augen zu führen, dass das Dieselauto alternativlos ist.

Reichweite

In einen Kombi eines deutschen Premiumherstellers kann man in wenigen Minuten genug Diesel tanken, sodass man damit dann 1200 Kilometer fahren kann. Mit welchem Elektroauto soll das denn gehen? Da braucht man immer Stunden, bis der Akku voll ist; und dann ist die Reichweite auch nicht so gut. Für die Langstrecke hat das Elektroauto einfach total versagt.

Fahrräder sind da ja noch schlimmer. Bei einem mit Akku ist nach so 30 Kilometer Ende, wenn man selbst fährt noch schneller. Und das lädt sich auch nicht so einfach aus. Für einen Pendler zwischen Hamburg und München komplett ungeeignet.

Nur mit einem Diesel sind derartige Reichweiten möglich. Außerdem kann man überall tanken und muss nicht so eine dumme Ladesäule finden, die dann im schlimmsten Fall noch von so einem Linksgrünversiften belegt wird.

Schweiß

Fahrradfahren ist ja in der Hinsicht in Ordnung, dass es Individualverkehr ist. Aber man kann doch nicht verschwitzt beim Kunden ankommen! Oder würden Sie von einem vollkommen verschwitzten und stinkenden Vertreter etwas kaufen wollen? Radikale Fahrradfahrer entgegnen ja, dass die Firmen Duschen anbieten können. Aber das geht für Außendienstmitarbeiter nicht, von daher ist das noch ein KO-Kriterium für das Fahrrad.

Lasten

In ein ordentliches SUV kann man einiges reinladen. So kann man locker einen Familieneinkauf machen oder spontan mal einen großen Flachbildfernseher kaufen. Das will ich doch mal sehen, wie einer einen 60-Zoll Fernseher auf seinem Rennrad transportiert!

Außerdem kann man spontan auch mal was mitnehmen und muss nicht immer über seine Kapazitäten nachdenken. Das befreit und macht deutlich weniger Stress.

Und bevor jetzt einer mit Carsharing für den Einkauf kommt: Wie kommt man zum Carsharing?

Logistik

Außerdem ist das eigene Auto auch eine Logistikzentrale. So kann man dort einfach Dinge liegen lassen, die man regelmäßig braucht. Sonnenbrille, Flasche mit Wasser, Notfalltelefon. In einem Leihwagen oder Carsharing-Auto muss man das immer wieder mitnehmen. So vergisst man ständig Dinge und man ist nicht so effizient wie mit dem eigenen Auto.

Kinder können auch mal was liegen lassen, im eigenen Auto kein Problem. Aber mit einem Mietwagen kann das noch lustig werden, die Dinge dann wiederzubekommen.

Individualität

Wir sind ja eine individualisierte Gesellschaft. Warum sollte man dann nicht auch Individualverkehr haben? Öffentliche Verkehrsmittel sind so eine Planwirtschaft/Kommunismus. Dafür ist in unserer modernen westlichen kapitalistischen Gesellschaft kein Platz.

Über ein eigenes Auto kann man jederzeit verfügen. Beim Carsharing sind zu Stoßzeiten natürlich keine Autos mehr da. Und bei den öffentlichen Verkehrsmitteln hat man das Nachsehen, wenn man den letzten Bus an einem Tag verpasst. Und dann fahren die Busse und Bahnen auch nicht oft genug, als dass man wirklich jederzeit losfahren könnte.

Zudem kann man auch mit einem eigenen Auto seine Individualität ausdrücken. So gibt es Leute, denen das Auto nicht so wichtig ist, die können sich dann ja so Schrottkarren kaufen. Da weiß man dann auch direkt, dass die nicht Autofahren können und man kann entsprechend Abstand halten. Aber wenn man eben nicht so arm ist, kann man sich auch was schönes gönnen. Und man kann sich eben auch gegenüber Nachbarn und Kollegen differenzieren.

Wetter

Fahrradfahren ist wirklich super. Aber nur, wenn es nicht regnet, nicht zu sehr die Sonne scheint und zwischen 19 und 21 Grad warm ist. Ansonsten ist das Fahrrad nicht mehr zu gebrauchen. Wenn es regnet, wird man klatschnass. Wenn es zu warm ist, schwitzt man. Wenn es schneit, rutscht man weg.

Die öffentlichen Verkehrsmitteln sind da auch nicht besser: Bahnsteige sind nicht immer überdacht, man tritt in irgendwelche Pfützen. Dann fallen in den Zügen ständig die Klimaanlagen aus, das ist doch kein Komfort.

Manche Leute haben anscheinend einen Plastikfetisch und ziehen sich gerne Regenkleidung an. Aber darunter schwitzt man nur noch mehr. Am Zielort muss man dann erstmal seine triefende Kleidung aufhängen. Und dann ist die auch meist nicht mehr ganz dicht, sodass man doch nass wird. Und stellen Sie sich doch mal einen Versicherungsvertreter vor, der erstmal seine Regenhose ausziehen muss. Wie soll man da noch ernstgenommen werden?

Sicherheit

Im Straßenverkehr kommt es immer mal wieder zu Unfällen. Das ist ja kein Problem, man will halt nur nicht der Verlierer sein. Von daher ist es wichtig, dass man viel Knautschzone hat. Da fällt das Fahrrad direkt durch. In Bussen und Bahnen gibt es keine Anschnallgurte oder Airbags, das geht gar nicht.

Ein gutes SUV bietet hier ausreichenden Schutz der Insassen. Insbesondere kleine Kinder sollte man nicht in einem Anhänger oder Lastenfahrrad fahren lassen, da braucht ja nur einer mit seinem Kleinstwagen dran zu streifen und die sind schwer verletzt.

Züge mögen noch ganz okay sein, aber auch da kommt es ganz selten mal zu Unfällen. Ich sehe mich aber als sehr guten und vorsichtigen Autofahrer, daher kann ich das wohl besser machen und Unfälle vermeiden.

Reisezeiten

Wenn man mal von einem Vorort zum einem ganz anderen Vorort möchte, kann man einfach in sein Auto einsteigen und losfahren. Das ist dann zügig. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln muss man erstmal eine Verbindung raussuchen. Als nächstes wartet man draußen im Regen auf den Bus, der natürlich zu spät kommt. Dann trifft man am Hauptbahnhof ein und stellt fest, dass der Zug irgendwelche Verspätung hat. Oder man hat seinen Zug verpasst. Weil man sich ja nicht ausnehmen lassen will von diesen Raubrittern hat man den Sparpreis gebucht. Der hat aber Zugbindung, sodass man jetzt ohne Ticket dasteht. Man nimmt den Zug, kommt dann irgendwann nachts am Zielbahnhof an. Dort fährt dann kein Bus mehr, um ans Ziel zu kommen.

Fahrrad ist bei 500 Kilometer ein Problem. Mit dem Diesel muss ich da noch nicht mal auf dem Rückweg tanken! Außerdem sind die kosten deutlich geringer. Wenn ich mit dem Auto fahre, muss ich nur den Sprit zahlen. Bei der Bahn muss ich direkt noch irgendwelche Phantasiekosten für Schienennutzung mitbezahlen, dabei sind die Schienen doch schon da.

Bei ganz langen Strecken ist das Flugzeug auch besser, mich ärgern nur dieser Wucher am Flughafenparkhaus. Soll ich mein Auto etwa am Terminal aufessen?

Mitreisende

Im Auto kann man locker vier bis sechs andere Leute mitnehmen. Damit kostet der Kilometer fast nichts mehr, der Preis teilt sich auf die Personen auf, je mehr mitfahren, desto günstiger wird es. Bei der Bahn ist das nicht der Fall, da zahlt jeder den vollen Preis, es wird immer teurer. Dann sind da auch nie ganze Abteile frei, sodass man dann inmitten von Asozialen da sitzen muss und sich nicht gediegen unterhalten kann.

Mit Fahrrädern kann man nicht nebeneinander fahren, so kann man sich ja nicht unterhalten. Und wenn man kleine Kinder dabei hat, so ist die Reichweite durch den Schwächsten limitiert. Das ist ja auch keine Lösung.

Komfort

Im Auto hat man bequeme Sitze, kann Musik hören. Man kann die Temperatur so einstellen, wie man das mag. Und man muss keine anderen Leute ertragen. Das erfüllt auch kein anderes Verkehrsmittel.

Fazit

Ich bin froh, dass dem Dieselauto weiterhin nichts im Weg steht. Es wäre schrecklich, wenn irgendwelche Hypochonder wegen Stoffen, die man nicht sehen oder riechen kann, das Dieselauto beschädigen. Außerdem ist es Deutschlands wichtigster Wirtschaftszweig. Wollen diese Leute eigentlich wirklich, dass alle arbeitslos werden? Bekommen die fleißigen Arbeiter und fähigen Führungskräfte aus der Automobilindustrie dann Unterhalt von den Hippies, wenn sie ihren Job nicht mehr machen dürfen?

Von daher begrüße ich auch die Kaufprämie für die sauberen EURO-6 Diesel, Umweltschutz und Wirtschaft muss sich nicht ausschließen!