Steam und Grafikkartentreiber

Bisher konnte ich auf meinem Windows PC über Steam „Sacred 2“ spielen. Jetzt hatte Steam für ein paar Tage kostenlos „Payday 2“ spielen. Es mussten nur 10 GB heruntergeladen werden, also habe ich das mal ausprobiert. Schlechte Idee.

Steam hat vor dem ersten Ausführen des Spiels noch irgendwelche Pakete wie C++ Pakete von Microsoft und irgendwelche NVIDIA PhysX Dinge installiert. Danach lief „Payday 2“ auch. Allerdings lief „Sacred 2“ nicht mehr. Hmpf.

Also mal den Rechner neu starten. Das half allerdings auch nicht. Die Fehlermeldung wirkte so, als gäb es ein Problem mit PhysX. Eine kurze Websuche förderte nur Schrott zu Tage.

Grafikkartentreiber drüberinstallieren könnte jetzt Abhilfe schaffen, habe ich mir überlegt. Mit dem unnötigen NIVIDIA GeForce Experience, das die ganze Zeit im Hintergrund läuft, konnte ich den Treiber allerdings nicht neu installieren. Obwohl eigentlich dieses Werkzeug für Aktualisierungen da ist, bot es auch einen Link auf die Herstellerseite an. Daneben die vielsagenden Worte:

Besuchen Sie nvidia.com/drivers für neuste Software- Updates

Auf der Herstellerseite habe ich dann den Treiber einfach noch einmal heruntergeladen. Waren ja nur 230 MB. Die Installation nach vielen Schritten im Assistenten schlug dann jedoch reproduzierbar fehl. Also gut.

Als nächstes habe ich PhysX deinstalliert. Unter Windows 10 musste ich ein bisschen suchen, bis ich das Menü zum Deinstallieren gefunden habe. Dort gab es fünf Dinge von NVIDIA und ich habe PhysiX deinstalliert. Nach der Deinstallation ist die Systemsteuerung direkt wieder zugegangen. Ich versuchte den Treiber erneut zu installieren, was jedoch aufgrund von irgendwelchen Fehlern (mehr sagte der Assistent nicht) fehlschlug.

Eine andere Option, als den ganzen Treiber zu deinstallieren fiel mir jetzt nicht ein. Also wieder die Systemsteuerung aufgemacht, nach NVIDIA gesucht und die restlichen vier Einträge versucht zu deinstallieren. Für jedes der Teile musste ich einen dieser Assistenten durchleiden. Auf der Abschiedsseite mahnte mich der Assistent immer zu einem Neustart. Ich habe eigentlich besseres zu tun, als viermal den Rechner neu zu starten für eine Deinstallation. Unter Linux kann ich den Grafikkartentreiber austauschen und muss nicht einmal neustarten.

Nach dem NVIDIA Assistent ging immer die Systemsteuerung wieder zu. Was war da der Gedanke, als die das implementiert hatten? Dass die Zielgruppe nie mehr als ein Programm pro Sitzung deinstalliert? Oder dass Bloatware deinstallieren möglichst furchtbar sein soll?

Nach dem zweiten Schritt schloss sich die Systemsteuerung immer direkt nach dem Öffnen. Also muss jetzt wohl doch ein Neustart sein. Beim nächsten Start begrüßte Windows 10 mich in erwartungsgemäß geringer Auflösung. Dann habe ich den Treiber wieder installiert, den Rechner neu gestartet und es begrüßte mich ein Treiber Update in GeForce Experience. An diesem Punkt stelle ich das ganze nicht mehr in Frage.

Jedenfalls läuft das Spiel jetzt wieder. Vielleicht sollte ich mir einfach mal einen Curved UHDTV und eine 4k Konsole kaufen?